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Thomas Hessel gibt Stimmbildung auch für die Zuhörer. Foto Pflips


Auftakt gibt Konzert in der Schützenhalle

15.05.11 -  Antje Pflips

Der Chor Auftakt kann Gospel, kann afrikanisch, französisch und englisch, kann rockig, kann romantisch - nur eines nicht: langweilig. Er bewies, dass Kirchenlieder und Choräle anregend und fröhlich gesungen werden können.

 

 



Auftakt wird vom Akkordeon-Orchester unterstützt. Foto PflipsEin buntes Spektrum aus 15 Jahren Chorgesang zeigten die gut aufgelegten Sängerinnen und Sänger. Begleitet und ergänzt wurden sie vom Akkordeonorchester unter der Leitung von Klaus Nacke.

Ungewohnt war der Ort, an dem das Konzert statt fand, nämlich in der Halle der Bürgerschützengilde. Den Weg dort hin fanden dennoch viele, viele Besucher. „Hier haben wir die Möglichkeit, einen kleinen Imbiss und Getränke in der Pause anzubieten", sagte Chorsprecherin Rita Watermann.

Ein wenig zur Geschichte des Chors, der anfangs unter dem Wortungetüm „Jugendmessvorbereitungskreis", kurz JuMeVo, firmierte, gab Ulla Ickerodt. Bereits nach kurzer Zeit erhielt er den Namen „Auftakt". Höhen und Tiefen durchlebte der Chor, der von 20 auf 6 Mitglieder abfiel, jetzt jedoch 40 Sängerinnen und Sänger zählt. Hauptsächlich wurde er gegründet, „um den Gottesdienst mit moderner geistlicher Musik aufzulockern". „Wir sind nicht immer perfekt, aber einzigartig", behauptete Ulla Ickerodt und verriet, warum alle Mitglieder so zufrieden und glücklich aussehen: „Beim Singen werden Glückshormone freigesetzt, ähnlich wie bei Kokain und Schokolade".

Dermaßen beschwingt, führte Chorleiter Thomas Hessel für die Chormitglieder und, vor allem, für die Besucher, ein kleines Gesangstraining durch. Tonleiter rauf und runter mit verschiedenen Silben, summen und brummen, mit den Wangen schlabbern und Händereiben lockern Stimmbänder und Muskulatur. Jetzt war das Publikum auch so weit „geschult", dass es gemeinsam mit dem Chor fünf beschwingte Lieder singen konnte. Der Chor wagte sich in seinem Programm auch an schwierige Partituren heran, die „uns alle unheimlich forderten", so Rita Watermann.

Das Akkordeonorchester spielte Stücke aus den 30er Jahren und den Gospel „go down Moses" in einer schnellen Version. Mit dem gemeinsamen Auftritt von Chor und Akkordeon erlebten die Besucher eine Uraufführung. Zu dem melodisch verträumten, französischen Stück „Dirait on" spielten die Musiker mit großer Zurückhaltung. Die hohe Begeisterung der Zuschauer zeigte sich in dem abschließenden donnernden Applaus.
aps

Der Chor singt in der SchützenhalleVoll besetzte SchützenhalleDer SopranDer Pausenimbiss

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