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20 Jahre ökumenischer Mittagstisch
Essen und Gemeinschaft leben

Der ökumenische Mittagstisch im evangelischen Gemeindehaus ist für die Besucher mehr als nur Essen. Und das seit 20 Jahren. Hier hat sich eine echte Gemeinschaft gefunden. Man kennt sich, man plaudert und isst gemeinsam. Zum Jubiläum wurde gefeiert.
Ruhr Nachrichten vom 18.10.13

Von Arndt Brede

 „Man lernt Leute kennen, belebt Kontakte“, sagt Brigitte Westrup, eine der Frauen, die die Gäste bewirten und umsorgen.

Blumen für das Helfer-Team
So war es auch am Dienstag. Zur Feier des 20-jährigen Bestehens waren die Tische herbstlich eingedeckt. Es gab aber einen großen Unterschied: Es waren nicht nur die Mittagstisch-Gäste, die redeten. Der Hausherr, Pfarrer Thorsten Melchert, richtete warme Worte an die Gäste und die „guten Geister“: „Es ist einfach herrlich anzusehen. Es ist jedes Mal wieder ein kleines Erntedankfest, wenn man sieht, wie schön der Tisch hier eingedeckt ist.“

Der katholische Pater Joseph bedankte sich vor allem bei den ehrenamtlichen Helferinnen für ihren Einsatz. Blumen waren äußeres Zeichen der Wertschätzung für das Helfer-Team. „Für uns ist es auch eine Bereicherung, dass sich die Leute freuen und zu uns kommen“, sagte Brigitte Westrup. Es sei ein Geben und Nehmen.

Drei der Anwesenden, Hannelore Bauer, Elisabeth Borowek und Helga Roberg, sind als Helferinnen mittlerweile im Ruhestand. Warum sie dem Mittagstisch aber immer noch die Treue hält, beschreibt Hannelore Bauer: „Ich fühle mich hier sehr wohl.“ Gar nicht auszudenken, wenn es den ökumenischen Mittagstisch mal nicht mehr gäbe: „Dann würde mir was fehlen“, sagt die 87-Jährige und verabschiedet sich in Richtung ihres Tisches.

Der ökumenische Mittagstisch hatte 1993 seine ersten Treffen im Leohaus. Seit 2000 ist er im evangelischen Gemeindehaus etabliert.