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RN-Foto NiewindSternsinger St. Vitus 2013
Nach dem 6. Januar, dem Hochfest Dreikönige, gehen die Sternsinger von Haus zu Haus, um den Segen Gottes für das neue Jahr zu überbringen.

Was drei Sternsinger in Olfen erlebten, und warum sie sehr stolz sein können
Ruhr Nachrichten vom 08.01.13

„Seht Ihr unseren Stern dort stehen", tönte es am Samstag durch ganz Olfen. Viele Olfener Kinder hatten sich bereit erklärt, auch in die­sem Jahr bei der traditionellen Sternsingeraktion mitzuwir­ken. Sie stand in diesem Jahr unter dem Motto „Segen brin­gen, Segen sein".

RN-Foto NiewindBekleidet mit den schönsten Gewändern und unterschied­lichstem Kopfschmuck, vor­nehmlich Kronen und Turba­nen, versammelten sich die Kleinen und Großen bereits früh am Samstagmorgen in der St.-Vitus-Kirche. Pastor Bernd de Bay nahm die Kin­der und ihre Betreuer in Emp­fang und gab ihnen den Aus­sendungssegen mit auf ihren Rundgang. „Es ist großartig, dass auch in diesem Jahr wie­der so viele Kinder bereit sind, die Sternsingeraktion zu unterstützen."

Organisiert wurde die Akti­on, wie bereits seit vielen Jah­ren, vom Familienkreis Kun­terbunt, der sich mit viel En­gagement für verschiedene Projekte einsetzt. In diesem Jahr geht der Erlös der Stern­singeraktion an das Partner­land Tansania. Der Familien­kreis setzt sich dabei intensiv für die Krankenstation in Ka­junguti ein. 2010 machten sich einige Mitglieder selbst ein Bild von den Fortschritten in dem Land. Auch herrscht reger Kontakt zur Leiterin der Krankenstation, Schwester Emilia. Sie war bereits 2008 in Olfen, um sich persönlich für die Unterstützung zu be­danken. „Wir hoffen, dass uns Schwester Emilia auch in die­sem Jahr noch einmal besu­chen kann", erzählt Helga Eckmann, Mitglied des Familienkreises Kunterbunt.

Also starteten die vielen kleinen Sternsingergruppen und verteilten sich in ganz Ol­fen. Auch Elena Ganz, Han­nah Nittka und Isabell Schul­ze Froning nahmen in diesem Jahr wieder teil. Hochmoti­viert zogen sie los, bekleidet mit Gewändern und Kronen, einem Stern und natürlich mit der Sammelbüchse. Nach­dem geklärt war, wer wel­chen der eigens für diese Ak­tion auswendig gelernten Texte aufsagen durfte, ging es los zum ersten Haus des zuge­wiesenen Stadtbezirkes. Zwei Stunden und viele Haustüren später wurde die Sammel­büchse bereits merklich schwerer, und es wurde Zeit für eine kleine Pause.

Sehnlich erwartet

Bei einer Portion Spaghetti Bolognese stärkte sich das Trio für die weitere Tour bei Familie Ganz, die die kleinen Könige zu dieser Stärkung mit einer Mahlzeit zu sich einlud. Wenig später stellten sich die Drei erneut vor einer Haustür auf und sangen das Sternsingerlied aus vollem Hälse. „Schön, dass ihr end­lich da seid, ich warte immer das ganze Jahr über auf euch", so eine Olfenerin. „Ihr seid ja hübsche drei Könige", tönte es einige Haustüren weiter. Die meisten Bewohner warteten bereits auf die Sternsinger.

Die Geldspenden für Tansa­nia und Süßigkeiten für die Sternsinger lagen vielfach be­reit. Mit großer Freude hör­ten sich die Hausbewohner, Geschäftsleute, Alt und Jung den Gesang und die Botschaft der Könige an. „Es ist einfach wunderbar, dass es noch Kin­der gibt, die ihre Freizeit für so etwas opfern", lobte eine Olfenerin die Mädchengrup­pe.

Einige Stunden später wa­ren die drei Könige auch an der letzen Haustür für dieses Jahr angekommen. Erschöpft, aber glücklich traten sie den Weg zum Pfarrheim Haus Ka­tharina an, um zu erfahren, wie viel Geld wohl in ihrem Bezirk zusammen gekommen war. „Was meint ihr, wie viel Geld haben wir wohl gesam­melt?", fragte Isabell Schulze Froning aufgeregt. Die Neu­gierde ließ sie dabei nicht trö­deln.

Im Haus Katharina waren in der Zwischenzeit schon meh­rere Gruppen eingetroffen, und auch die drei Mädchen wurden herzlich in Empfang genommen.

Mehr Geld als 2012

Minuten später stand das Er­gebnis fest: Ganze 789 Euro hatten die Drei an diesem Tag gesammelt - ein Ergebnis, auf das sie mächtig stolz sein konnten. Voller Euphorie rief Hannah Nittka: „Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei und sammeln noch mehr."

Die Sternsingeraktion 2013 brachte 16.400 Euro ein, eine stolze Summe, die das Ergeb­nis aus dem Vorjahr über­trifft. „Segen bringen, Segen sein", ein Motto, das die Sternsinger mit Bravour ge­meistert haben. Durch diese Hilfe wird es in Tansania in Zukunft viele große Fort­schritte geben - und darauf können alle sehr stolz sein.

Pia Niewind


 

Sternsingeraktion 2012

Die Sternsinger in Olfen und Vinnum sammelten am Samstag und Sonntag insgesamt 19.471,18 €. Allen Spenderinnen und Spendern, aber besonders den Sternsingern und ihrer Begleitung sowie den Organisatoren in Olfen und Vinnum ein ganz herzliches Dankeschön und Vergelts Gott!

Vielen Kindern und Jugendlichen kann mit diesem Geld geholfen werden, sowohl die Projekte der Hiltruper Missionarinnen Sr. Heinrika und Sr. Mathilde in Peru und Namibia, als auch die Krankenstation in Tansania werden mit der Sternsingerkollekte gefördert.