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Martina Brömmelkamp verteilt an die 13-jährige Anna (l.) und Lisa die Kronen für die Sternsinger-Verkleidung. RN-Foto DrimeckerZweimal sammeln Anna und Lisa Spenden
Ruhr Nachrichten vom 07.01.12
VINNUM Anna und Lisa sind 13 Jahre jung und seit vielen Jahren Sternsinger. Lisa erinnert sich noch, wie sie mit fünf das erste Mal Spenden sammelte. RN-Redakteur Nico Drimecker verrieten sie, wie "cool" Spendensammeln ist und ob sie vor manchen Haustüren zurückschrecken und nicht klingeln.
Von Nico Drimecker

Was macht ihr Sternsinger?
Anna: Wir sammeln Spenden, und die gehen dann an eine Hilfsorganisation für Kinder aus Afrika.

Wie lange und wo sammelt ihr beide?

Lisa: Eigentlich ist das ganze Wochenende verplant. Am Samstag gehen wir in Olfen mit der St. Vitus-Gruppe, und am Sonntag sammeln wir in Vinnum für St. Marien.
Anna: In Olfen hatten wir letztes Jahr eine große Route, weil sich nicht so viele Gruppen gefunden haben. Das ist immer unterschiedlich.
Lisa: Morgens gibt’s nach der Messe immer letzte Vorbereitungen, danach ziehen wir los und kommen gegen Mittag wieder.

Und wer ist welcher König?
Anna: Es gibt den Sternträger, den mit der Spendenbox – das macht meistens der, der den Text für die Spende vorträgt –, und den, der den Segensspruch an die Hauswand schreibt. Das wechseln wir während der Tour ab.

Ist es uncool, verkleidet Spenden zu sammeln?
Anna
: Ich kenne nicht viele in unserem Alter, die das machen. Aber mir ist es egal, ob’s cool ist oder nicht.
Lisa
: Wenn ich mich in meiner Stufe umgucke, hab’ ich da gar keinen, der mitläuft. Da bin ich die einzige. Hauptsache, wir tun etwas Gutes.

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Wie reagieren die Leute an der Haustür? Ist euch etwas in Erinnerung geblieben?
Lisa: Die reagieren ziemlich positiv. Letztes Jahr haben wir eine Dame besucht, die die Treppen nicht mehr runtersteigen konnte. Ihre Tochter hat uns gefragt, ob wir mit hochkommen wollen. Da hat sich die Dame sehr gefreut.

Gibt es Haustüren, vor denen ihr zurückschreckt und nicht klingelt?
Anna: Nein, wir klingeln an jeder auf unserer Route. Es gibt immer jemanden, der nicht zu Hause ist oder nicht spenden möchte. Aber nett sind alle.
Lisa: Manche kleben einen Zettel mit der Spende in einem Briefumschlag an die Tür: „Für die Sternsinger“.