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IntentionenMessintentionen
Namen der Verstorbenen werden in den Gottesdiensten ab 1. Juni genannt.

Auf Anregungen aus der Gemeinde hat sich der Pfarreirat in seiner letzten Sitzung mit dem Bereich Sterben, Tod und Trauer befasst und einige Veränderungen beschlossen, die nun zum 1. Juni in Kraft treten werden.

Bemängelt wurde, dass bislang nur bei Sechswochengedächtnissen und beim ersten Jahresgedächtnis die Namen der Verstorbenen genannt werden, um deren Gedenken die Gemeinde gebeten wurde. Alle anderen 'Intentionen' – so heißen die Gebetswünsche offiziell – wurden nicht laut genannt.

Das soll nun anders werden. Die Namen der Verstorbenen sollen nun alle in den Fürbitten genannt werden. Damit aber daraus keine überlange Aufzählung wird, ist beschlossen worden, die Zahl der Intentionen auf 8 zu beschränken, Sechswochengedächtnisse und erste Jahresgedächtnisse nicht (!) eingerechnet.

Geldgabe
In diesem Zusammenhang hat der Pfarreirat auch über die Verquickung von Intentionen und Geldgabe beraten, die vom Grundsatz her eine freiwillige Gabe zugunsten missionarisch-caritativer Projekte sein soll.

Um dem Eindruck eines „Tarifsystems“ entgegen zu wirken, soll es im Pfarrbüro einen Opferstock geben, in den diese Geldspenden aus Anlass der Bitte um Gebetsgedenken der Gemeinde gegeben werden können. So wird die Frage: „Was kostet die Messe?“ formal und inhaltlich gegenstandslos. Die Messfeier – so Pfarrer Lütkemöller – sei ja keine „Portion Gnade“, die man kaufen könne, um sie nach eigenem Belieben einem bestimmten Verstorbenen zuwenden könne, sondern sie sei die Danksagungsfeier für Tod und Auferstehung Jesu, in der man in den Anliegen der Gemeindemitglieder auch gemeinsam bete, etwa für die Verstorbenen oder auch in anderen Anliegen. 

Pfr. Bernhard Lütkemöller 

Erklärung zu diesem Bericht:
In der Gemeinde St. Vitus ist immer wieder diskutiert worden, warum – anders als in anderen Gemeinden – die Namen der Verstorbenen, für die in der Messe gebetet wird, nur genannt werden, wenn Sechswochen- oder erste Jahresgedächtnisse begangen werden.  

Außerdem ist der Zusammenhang zwischen Gebetsbitte und Geldspende verändert worden, und zwar dahingehend, dass deutlich wird: eine Messe kann man nicht kaufen (Was kostet die Messe?) Die aus Anlass des Gebetswunsches gegebenen Gaben soll freiwillig sein, dienen aber nach wie vor missionarisch-caritativen Zwecken. An diesem Zusammenhang zwischen Geldzahlung und der Gnade Gottes haben sich schon im 16. Jahrhundert die Gemüter erhitzt (Luther, Reformation, …). Es braucht also Fingerspitzengefühl, um in dieser Frage niemanden zu verprellen.