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DomGedankenmittwochs, 17.08. - 14.09.16 - Zwischen angesagt und abgeschafft

Bei den DomGedanken 2016 sprechen prominente Redner über Solidarität und werden live im Internet übertragen

„Solidarität ist für viele Menschen kein Wert mehr“, stellt der Münsteraner Dompropst Kurt Schulte durchaus provozierend fest. Grund genug, die diesjährige Vortragsreihe DomGedanken im St.-Paulus-Dom Münster unter das Leitwort „Warum solidarisch?“ zu stellen. Mit dieser Frage wollen sich unter verschiedenen Schwerpunkten vom 17. August bis zum 14. September immer mittwochs im Dom namhafte Referenten auseinandersetzen.

Sämtliche DomGedanken-Abende werden live im Internet übertragen. Interessierte können sie unter www.bistum-muenster.de , www.paulusdom.de , www.kirchensite.de und www.katholisch.de verfolgen.

„Die Frage nach der Solidarität ist Titel unserer Veranstaltungsreihe, weil sie in unserer Gesellschaft immer öfter und immer lauter gestellt wird“, erklärt der Dompropst, „meist muss sich eher der rechtfertigen, der sich solidarisch verhält als der, der es nicht tut.“ Hinterfragt und oft genug in Frage gestellt werde beispielsweise Solidarität mit Flüchtlingen, Solidarität zwischen den Generationen oder mit Hartz-IV-Empfängern, ebenso aber auch die weltweite Solidarität mit ärmeren Ländern. „Die DomGedanken sollen berechtigten Fragen Raum geben, aber auch Antworten geben auf die Überlegung, wie zeitgemäß Solidarität heute noch ist, ob sie angesagt oder abgeschafft ist – nicht nur bei Christen“, betont Schulte. Zugleich wolle man aber ganz bewusst die christliche Position zur Solidarität in die gesellschaftliche Diskussion einbringen.

  • Den Auftakt der DomGedanken gestaltet am 17. August Dr. Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, zum Thema „Die Welt als Solidarsystem – eine Utopie?“.
  • Am 24. August spricht Prof. Dr. Thomas Straubhaar von der Universität Hamburg über „Diversity und Solidarität“.
  • Mit „Solidarität in Europa – enttäuschte Hoffnung?“ beschäftigt sich am 31. August Armin Laschet, stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU.
  • Am 7. September setzt sich Dr. Klaus Engel, Vorstandsvorsitzender von Evonik Industries, mit „Migration und Solidarität“ auseinander.
  • Zum Abschluss der Reihe widmet sich am 14. September Prof. Armin Nassehi von der Ludwig-Maximilians-Universität München dem Thema „Wir schaffen das! Politik zwischen konkurrierenden Solidaritäten“.

Natürlich, betont Kurt Schulte, soll Solidarität bei den DomGedanken nicht nur beredet, sondern gelebt werden. Daher hätten sich die Veranstalter entschlossen, mit einer Türkollekte bei jedem der Termine die gemeinsame Sommeraktion von Caritas international und der Diakonie Katastrophenhilfe zu unterstützen. Diese komme den Menschen in Somalia und dem Südsudan, die unter Krieg, Verfolgung und einer massiven Hungersnot leiden zugute.

Beginn der einzelnen Termine der Reihe, die in Zusammenarbeit mit Evonik Industries AG erstmals 2015 stattfand, ist jeweils um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an alle Termine sind die Besucher zu einem offenen Empfang auf dem Domplatz eingeladen.

Sämtliche DomGedanken-Abende werden live im Internet übertragen. Interessierte können sie unter www.bistum-muenster.de , www.paulusdom.de , www.kirchensite.de und www.katholisch.de verfolgen.