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Herbert Rotte hat den Korpus  restauriertEichenkorpus aus Datteln

27.11.2011 - Von Dattelner Ordensschwestern bekam Pastor Bernd de Baey einen beschädigten Christuskorpus geschenkt. Herbert Rotte hat ihn restauriert.

Vor etwa 1 ½ Jahren bekam ich von den Ordensschwestern des Dattelner St. Vinzenz-Hospitals einen Christuskorpus aus Eiche geschenkt. Er stammte von einem Wegekreuz aus der Nähe von Datteln, das einige Jahre vorher mutwillig zerstört worden war. Daher fehlten dem Christus beide Arme und die Füße waren beschädigt.

Eichenkreuz aus den 30er Jahren

Der Darstellung nach stammt das Kreuz aus den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Herbert Rotte sah sich bei mir den beschädigten Torso an und meinte dann, er könne es wohl versuchen, das Fehlende vorsichtig zu ergänzen. Dies ist ihm ganz wunderbar gelungen. Auch durch das Abbeizen hat das Kreuz sehr gewonnen.

Einsatz in der Gemeinde

Im Pfarrgemeinderat wurde überlegt, ob man es als neues Wegekreuz aufstellen solle. Letztlich wurde eine Idee aus dem Kirchenvorstand aufgegriffen, diesen so ausdruckstarken Christus im Saal des neuen Pfarrheimes an der Kopfwand aufzubringen. Im Pastoralteam wurde angeregt, den Korpus zur Kreuzverehrung am Karfreitag in die Liturgie hineinzunehmen.

Herbert Rotte arbeitet nun an den Kreuzbalken, die in einem hellen Rot gestaltet sein werden. So wird dieses Kreuz in der kommenden Fastenzeit auch in der Mitte der Kirche stehen, um als Fürbittkreuz zu dienen. Ebenso werden wir es zu den Prozessionen am Karfreitag auf dem Kreuzweg mitnehmen.

Mein Dank

Zunächst den Schwestern in Datteln ein ganz herzliches Dankeschön für dieses wunderbare Geschenk. Mein Dank gilt ebenso Herbert Rotte, der mit dieser Arbeit einmal wieder sein großes Können unter Beweis gestellt hat.

Mutwillig geschändet

Nachdenklich stimmt mich die Tatsache, dass dieses Kreuz einst von gläubigen Menschen aufgestellt, dann aber mutwillig geschändet und zerstört worden ist. Jetzt ist es wieder hergestellt. Nur bei genauem Hinsehen kann man die Ergänzungen und Neuerungen sehen.

Dieses Kreuz hat seine Geschichte - die kleine, eben beschriebene, und die große Geschichte, die mit der Kreuztragung Jesu beginnt. Das Kreuz fordert uns heraus zur Stellungnahme, es ruft zum Bekenntnis. Andere fordert es zum Widerstand, ja zur mutwilligen Zerstörung heraus. Bitten wir darum, dass dieses Kreuz in uns dynamische Kräfte freisetzt, die Leben schaffen und erhalten und die Mächte des Bösen bannen - in uns und in den Herzen anderer Menschen.

Bernd de Baey, Pastor