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Diakonie: "Im Heute glauben. Zivilisation der Liebe"

unsere Verantwortung in der freien Gesellschaft


Peter Dördelmann

Den Auftakt des Dialogprozesses gab es 2011 in Mannheim.
Am 14./15.09.12 trafen sich zum zweiten bundesweiten Treffen des Dialogprozesses zur Zukunft der katholischen Kirche etwa 300 Delegierte in Hannover. Bischöffe, Prieter, Ordensleute, Laien und Professoren aus 23 Bistümern. Regensburg, Dresden-Meißen, Eichstätt und Augsburg waren nicht vertreten. Das Bistum Münster nahm mit 16 Delegierten u.a. mit den Bischöfen Felix Genn, Dieter Geerlings und Wilfried Theising teil. Diskutiert wurde vier Mal in 40 Tischgruppen zu dem Thema 'Zivilisation der Liebe'.

Aus der Gedankensammlung des ersten Tages waren 261 Punkte gesammelt worden.
Eine Frage war: "Wer bestimmt, womit sich die Bischöfe auseinander setzen sollen?"
Alois Glück, Präsident des Zentralkomittes der Katholiken, erklärt:

"Adressaten unserer Eingaben sind sicherlich die Bischöfe  - aber wir nehmen von hier alle auch unserer Aufgaben mit! Es gilt, unsere Forderungen herunterzubrechen auf unsere Gemienden, Gruppen, Verbände, Gemeinschaften, dort unseren Beitrag zu leisten un die Bischöfe mit unseren Erfahrungen zu unterstützen."

Die Bischöfe verpflichten sich zu folgenden Hauptthemen aus dem Dialogprozess:

  • Weiterentwicklung des kirchlichen Arbeitsrechtes vor dem Hintergrund der Lebenssituation kirchlicher Mitarbeiter
    (Eine Arbeitsgruppe gibt es bereits mit dem Sozialexperten Kardinal Marx)
  • Wiederverheiratete Geschiedene
    (da sind die Bischöfe dran, wollen es auch in der Vollversammlung der Bischöfe tun)
  • Frauenförderung in der Kirche
    (Unterkommission der Pastoralkommission unter Leitung von Bischof Franz-Josef Bode - wird Schwerpunkt der Frühjahrsvollversammlung der Bischofskonferenz)

Bei der Vorstellung der genannten Haupthemen aller Gruppen schließt der Trierer Bischof Stephan Ackermann: "Das ist unsere Selbstverpflichtung als Bischöfe."

Die Delegiertengruppen nahmen folgende Hausaufgaben mit:

  • stärkere Vernetzung von Caritas und Seelsorge
    (Caritas-Mitarbeiter)
  • diakonisches Handeln vor Ort und gesellschaftliche Verantwortung
    (Gemeinde-Vertreter, Verbände)
  • Neubedenken einer katholischen Sexaulmoral, ihrer Vermittlung und des Sprechens darüber
    (Ordensleute, Priester und Diakone, Theologieprofessoren, Verbände)
  • Versöhnung mit 'Donum Vitae', einem Verein zur Schwangerenberatung
    (Ordensleute, Verbände)
Die aktive Beteiligung aller katholischen Verbände, Organisationen, Räte und Geistlichen Gemeinschaften ist gefragt.
Nur so wird der Dialogprozess gelingen.

Quelle: Kirche und Leben,Nr. 38, Ein gewaltiger Kraftakt - mit starkem Ausgang