St. Vitus Logo

Mit einem Boot über den See GenezarethEine Reise ins ‚Heilige Land‘

Auf den Spuren Jesu

25.11.2011 - Eine Gruppe von 46 Teilnehmern aus Olfen reiste für zwölf Tage mit dem Flugzeug nach Israel und konnte viele aktuelle Eindrücke aber auch solche aus der Antike mitnehmen.

Gespannt auf das Heilige Land und wohlvorbereitet durch Emmaus-Reisen flogen wir in den frühen Morgenstunden des 4. Aprils 2011 nach Israel. Schon im Flughafen München wurde uns bei der strengen Abfertigungskontrolle bewusst, dass wir in eine sehr spannungsgeladene Region reisen werden. In Tel Aviv begrüßten uns unser israelischer Reiseleiter Cfir und unser Busfahrer Shaadie. Beide betreuten uns während der gesamten Reise mit überaus kompetentem Wissen, besonders über die religiöse und politische Situation in Israel.

See Genezareth und Golanhöhen

Die ersten Tage verbrachten wir in der wunderschönen Gegend um den See Genezareth. Wir besuchten zahlreiche biblische Orte und konnten dabei sehr konkret das Leben und Wirken Jesu im antiken Galiläa von der Kindheit in Nazaret bis zu seiner letzten Wanderung nach Jerusalem nachvollziehen. Im Taubental nahe Nazaret wanderten wir, jeder für sich, in fast unberührter Natur auf den Spuren Jesus. Beeindruckend waren auch unsere Gottesdienste am Ort der Brotvermehrung, in Nazaret oder auch auf einem alten Fischerboot auf dem See Genezareth bei der Überfahrt von unserem Hotel im Kibbuz En Gev nach Tiberias.

Auf den Golanhöhen mit weitem Blick nach Syrien erhielten wir einen Eindruck von der politischen Lage in dieser Region. Israelische Kasernen, häufige Panzertransporte oder auch österreichische UN-Soldaten machten uns bewusst, dass hier jederzeit ein Konflikt ausbrechen kann.

Die Höhlen von Qumran

In den Höhlen von Qumran fanden 1949 Hirten gut erhaltene, 2.000 Jahre alte Schriftrollen Nach fünf Tagen im grünen Galiläa fuhren wir durch das palästinensische Westjordanland weit nach Süden in die Wüste. Wir besuchten die Höhlen von Qumran, in denen Hirten 1949 gut erhaltene Schriftrollen aus der Zeit zwischen dem 3. Jahrhundert v. Chr. und dem 1. Jahrhundert n. Chr. fanden.

Eine Kabinenbahn brachte uns auf die beeindruckende Festung Massada und wir bewunderten bei dem Abstieg über die ‚römische Rampe‘ die enorme und einfallsreiche  Baukunst der Antike.

Ein für uns alle unvergessliches Erlebnis war sicherlich die Messfeier an einer kleinen Wasserstelle mitten in der Wüste. Umgeben von grünen Pflanzen und begleitet von neugierigen Vögeln saßen wir auf dem Steinboden. Der Altar war aus drei flachen Steinen gebildet. Hier waren wir den Worten der Bibel greifbar nahe. Dieser Tag wurde zudem abgerundet mit einer Wanderung in großer Hitze durch die Wüste mit farbenprächtigen Stein- und Sandformationen.

Jerusalem

Nach einer geruhsamen aber auch fröhlichen Badepause am Toten Meer trafen wir am nächsten Tag in Jerusalem ein. Auch hier übernachteten wir in einem Kibbuzhotel mit durchaus gehobenem Qualitätsstandard.

Beim ersten Blick auf die Stadt von einem der zahlreichen Aussichtspunkte erlebten wir ein tolles Panorama und sahen zum ersten Mal die leuchtende Kuppel des Felsendomes. Die nächsten Tage waren ausgefüllt mit Besuchen der religiösen Stätten der verschiedenen christlichen Konfessionen, des Judentums und des Islams. An fast allen bedeutenden christlichen Orten konnten wir bei Gottesdiensten in besonderer Weise das Wirken Jesu in Jerusalem spüren.

Bei einer abendlichen Fahrt durch die Wohnviertel der orthodoxen bzw. ultra-orthodoxen Juden erhielten wir Einblicke in die sehr alten und für uns teilweise doch befremdlichen Lebensweisen des traditionellen Judentums.

Neun Meter hohe Mauer

Das politische Leben in und um Jerusalem ist insbesondere geprägt durch die weithin sichtbare neun Meter hohe Mauer zur palästinensischen Nachbarstadt Bethlehem. Beim Besuch des dortigen Caritas-Babyhospitals hörten wir, dass für uns völlig selbstverständliche medizinische Versorgungen nur mit hohem Aufwand und Mühen möglich sind. Um ein Kind von dort wenige Kilometer ins benachbarte Jerusalem zur simplen Blinddarmoperation zu bringen, muss zunächst  ein Visum beantragt werden. Die Grenzanlagen dürfen nach der Genehmigung nur zu Fuß vom palästinensischen Krankenwagen zum israelischen Krankenwagen überschritten werden.

Holocaust Gedenkstätte

Ergriffen besichtigten wir die Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem. Auf eine sehr eindringliche Weise wurde uns das grausame Schicksal jüdischer Frauen, Männer und Kinder im ‚Dritten Reich‘ vor Augen geführt.

Nach einem Abschlussgottesdienst und einem letzten phantastischen Blick über die Dächer von Jerusalem traten wir die Heimreise an und trafen müde, aber voller nachhaltiger Eindrücke, am 15. April 2011 spätabends zum Abschlussgebet in St. Vitus ein.

Diese wunderbare Reise in einer tollen Gemeinschaft wird allen Teilnehmern in guter und nachhaltiger Erinnerung bleiben. Wir danken besonders unseren beiden Leitern Pastor Bernd de Baey und Christoph Reinkober für  ihren großen Einsatz und freuen uns schon auf die nächste Fahrt mit ihnen in 2013.

Elisabeth und Heiner Dieckmann

 


 

2011 - Israel Pilgerreise

Am frühen Samstagmorgen (16.4.) kamen 46 müde und erschöpfte, aber überaus frohe und dankbare Heilig-Land-Wallfahrerinnen und Wallfahrer nach Olfen zurück. Die Wallfahrt schloss mit einem kurzen Dankgebet und einem als Kanon gesungenen Danklied in der St. Vitus-Kirche ab.

Am Vorabend der Abreise versammelte sich die Gruppe in einem Raum ihres Jerusalemer Hotels, um Rückblick zu halten und einander etwas von den tiefen Eindrücken der Pilgerreise mitzuteilen. Das Land kennen zu lernen, in dem Jesus gelebt hat, an den Orten seiner Geburt, seines Wirkens, seines Leidens und seiner Auferstehung sein zu dürfen, hat viele tief bewegt und angerührt.

„Nun höre ich die Worte der Bibel noch einmal ganz anders, die Landschaft läuft jetzt mit“ – so ein Wort aus der Reisegruppe. Auch die schwierige politische Problematik Israels war vielfach Thema, besonders beim Besuch der Geburtskirche in Bethlehem, das in Palästinensergebiet liegt. Durch eine hohe Mauer ist es seit einigen Jahren abgetrennt vom jüdisch besiedelten Teil des Landes.

Der Besuch der Holocaust-Gedenkstätte JadVachem am Stadtrand von Jerusalem gehörte ebenfalls zum Pilgerprogramm. Morgens wurde die Messe auf dem Ölberg gefeiert und des Leidens Christi gedacht. Am Nachmittag stand dann das unaussprechliche Leid der Juden Europas während der Zeit des Dritten Reiches im Blickpunkt. Hätte es den Judenmord nicht gegeben, dann gäbe es jetzt auch keinen jüdischen Staat Israel – das wurde allen Reisenden besonders in JadVachem noch einmal nachdrücklich bewusst. Alle haben sie berechtigte und verständliche Interessen, Juden wie Palästinenser. Um den Frieden im Heiligen Land zu bitten, haben sich die Pilgerinnen und Pilger in den Gottesdiensten zur besonderen Aufgabe gemacht.

Die Rückkehr kurz vor Palmsonntag und dem Beginn der Karwoche eröffnet die Gelegenheit, nun hier in Olfen und Vinnum die Passion Jesu lebendig werden zu lassen, vor allem in den Leiden der Menschen unserer Zeit. Solch eine Pilgerreise wirkt lange nach, besonders wenn eine Gruppe so fürsorglich und rücksichtsvoll aufeinander zu geht und füreinander mit Sorge trägt. Pastor Bernd de Baey und der für die Organisation verantwortliche Leiter der Pilgerfahrt Christoph Reinkober konnten sich dem Dank nur anschließen.

Die Gruppe besuchte u.a. auch das Caritas-Baby-Hospital in Bethlehem, das sich seit vielen Jahren für die Belange der palästinensischen Kinder einsetzt. Informationsblätter und Überweisungsträger liegen in den Kirchen und im Leohaus sowie in der Kath. öffentl. Bücherei aus. Wie wichtig die Arbeit dort ist, davon konnten sich die Pilgerinnen und Pilger am Ort selbst ein gutes Bild machen. Neben Geldspenden wurden auch Stofftiere und Kleidungsstücke für die Kinder mitgebracht, um ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen zu setzen, die durch besondere politische Umstände schon seit Jahrzehnten schwere Nachteile in Kauf nehmen müssen.

Wie wichtig sind da die christlichen Initiativen im Heiligen Land, die sowohl Benachteiligte unterstützen als auch den Dialog zwischen Juden und Palästinensern aufzubauen und zu fördern suchen. Um Frieden zu schaffen, bedarf es zunächst der inneren Umkehr des einzelnen Menschen. Was könnte dies besser bewirken, als das Gebet um diesen Frieden.

Pastor Bernd de Baey


 

46 Pilger besuchen historisches Land in Israel

Dier Gruppe bei der Messfeier in der Nähe der Brotvermehrungskirche am See GenezarethSeit dem 4. April 2011 befindet sich eine 46-köpfige Pilgergruppe aus der St. Vitus-Gemeinde mit Pastor Bernd de Baey in Israel auf den Spuren Jesu.

Die ersten Tage führten sie zum See Genezaret sowie zum Geburtsort Jesu nach Nazareth. Auch die Wüste und das Tote Meer werden besucht, bevor es schließlich nach Jerusalem geht. In den Tagen der österlichen Bußzeit wird die Pilgergruppe dort unter anderem den Kreuzweg Jesu gehen und den zentralen Ort der Verehrung Jesu Christi in Jerusalem, die Grabeskirche, aufsuchen.

Pastor Bernd de Baey


 

Israel-Pilgerreise 2011Israelreise wird vorbereitet
Vom 4. bis zum 15. April 2011 wird eine Pilgergruppe aus Olfen und Vinnum nach Israel aufbrechen, um die Heiligen Stätten zu besuchen.

Pastor Bernd de Baey wird die geistliche Begleitung dieser Reise übernehmen, Christoph Reinkober hat die Organisation der Fahrt dankenswerterweise wieder übernommen.

 


 

Treffen der angemeldeten Pilger im Heimathaus

24.03.2011 - An diesem Abend findet das letzte Treffen vor der Pilgerreise nach Israel statt. Ab 20:00 Uhr wird Herr Martin Burzlaff, von Emmaus Reisen, letzte Tipps und Informationen zu unserer Reise geben. Für letzte, offene, Fragen wird er uns gerne Rede und Antwort stehen.

 


 

Vortrag über Politik und Geschichte des heiligen Landes

17.02.2011 - An diesem Abend wird Frau Monika Seiler, Geschichtslehrerin und engagiertes Mitglied der Gemeinde, über die Geschichte und Politik Israels und des nahen Ostens referieren. Der Vortrag ist öffentlich und wird insbesondere den Teilnehmern der Pilgerreise empfohlen. Beginn des Vortrages ist um 20:00 Uhr im Heimathaus Olfen. Es gilt eine herzliche Einladung.

 


 

Informationsveranstaltung

14.01.2010 -Da staunte der Vertreter des professionellen christlichen Reiseveranstalters Emmaus-Reisen nicht schlecht: Als die Olfener zur Informationsveranstaltung über die geplante Flugreise nach Israel einluden, da strömten mehr als vierzig Interessierte ins Leohaus – das waren mehr, als erwartet worden waren.

Die vom 4. bis 15. April 2011 biblische Entdeckungsreise nach Israel wird sicherlich eine ganz neue Herausforderung. „Aber der große Zuspruch am Info-Abend zeigt uns, dass die Teilnehmer in uns Garanten für interessante Reisen sehen“, meint Christoph Reinkober. Schließlich reiht sich die Israel-Reise nach einer Rom-Fahrt, und Pilgerreisen auf dem Jakobsweg in Spanien und Süddeutschland als weiteres Angebot in die Angebote der Olfener Vitus-Gemeinde ein.

Während des Info-Abends Mitte Januar erfuhren die Besucher Näheres über die Reise: Die Pilgergruppe wird von Düsseldorf nach Tel Aviv fliegen, übernachtet wird am See Genezareth, in der Negev-Wüste und in Jerusalem. Unter anderem wird die Gruppe Kapharnaum, Nazareth und Cäsarea Philippi sehen. Pastor Bernd de Baey wird wiederum die geistliche Begleitung übernehmen, Christoph Reinkober übernimmt die Gesamt-Organisation, in Israel wird den Pilgern ein örtlicher deutschsprachiger Reiseführer zur Verfügung stehen, der die Gruppe ins Judentum einführen und mit seinem Wissen begleiten wird. Veranstalter der Fahrt ist Emmaus-Reisen aus Münster.

Die Veranstalter zeigten sich auch erfreut über die Altersstruktur der bisher vierzig Angemeldeten: „Die Gruppe wird sehr gemischt sein. Es werden jüngere Einzelreisende und Paare dabei sein“, freut sich Christoph Reinkober. In der Regel seien es eher ältere Menschen, die sich für Pilgerreisen nach Israel interessierten.