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„Unter freiem Himmel Gott feiern“

So, 31.05.15 - Mitten im Leben

Mittendrin stehen sie: mitten im Leben, mitten im Ort, mitten in der Gemeinde – die Organisatoren der Olfener "Mittendrin-Gottesdienste". So waren sie auch dieses Mal wieder mittendrin – in der Natur – und auch – mitten im Regen. Das Vorbereitungs-Team wollte "unter freiem Himmel Gott feiern" in den Olfener Steverauen, mit Blick auf Storchenhorst und Eselwiese. Doch dann kam der Regen. Diakon Stephan Börger meinte zur Begrüßung: "Der liebe Gott hat sich gedacht: Die Erde benötigte den Regen viel dringender als wir die Sonne." Kurzerhand wurde der Gottesdienst auf die Terrasse des benachbarten Tennisvereins verlegt. Irgendwie war so Gottes Schöpfung auch greifbar. In Regenjacken oder mit Regenschirm in der Hand ließen die Besucher die Worte von Stefan Börger auf sich wirken: "Lassen Sie uns in Gottes Natur eintauchen – lassen Sie uns erkennen, wie großartig Gottes Schöpfung ist!"

Erde, Luft und Wasser

Das Team der Mittendrin-Gottesdienste hatte zu den Elementen Erde, Luft und Wasser Texte und Meditationen vorbereitet, die den Teilnehmern die Bedeutung dieser Elemente in Erinnerung riefen. Etwa das Wasser, das Dinge formen kann, sich aber gleichzeitig jeder Form anpasst. Oder die Luft, die zum Atmen benötigt wird, die überlebenswichtig ist, die von den Menschen oft nicht wahrgenommen wird. Oder die Erde, der Boden, der so vielfältig und so überlebenswichtig ist für das Wachsen.

Besonders gut passten in diesen Gottesdienst die Gedanken des Häuptlings Seattle, die er dem amerikanischen Kongress 1850 vortrug. In seiner Rede wird deutlich, wie sehr Menschen, die in und mit der Natur leben, Augen für dieses Wunder haben. Häuptling Seattle erinnert mit seinen Fragen an das Wunder der Natur und fordert Dankbarkeit dafür ein. Und dieses tut er mit einer ungeheuren Demut. Mit diesen eindringlichen Worten erreichte der Gottesdienst bei seinen Besuchern, die Schöpfung mit neuen, wachen Augen zu betrachten.

Mit den Mittendrin-Gottesdiensten möchte das achtköpfige Organisations-Team neue Gottesdienstformen anbieten. Es sollen sich auch diejenigen eingeladen fühlen, die zum herkömmlichen Gottesdienst keinen Zugang mehr finden. Treibende Kraft bei der Gründung war Helga Eckmann. Sie brachte 2012 die Idee vom Mannheimer Katholikentag mit in die Olfener St.-Vitus-Gemeinde.

Nach ihrer Rückkehr fand sie einige Interessierte, um gemeinsam mit ihnen zunächst sogenannte "Ü30"-Gottesdienste zu organisieren. "Wir wollten die jungen Erwachsenen abfangen, die den Jugendgottesdiensten entwachsen waren." Aber die Gruppe musste bald feststellen, dass die Ü30-Personen mit Ehe- und Familiengründung und mit Kinder­erziehung so beschäftigt sind,  dass sie kein Ohr für das Gottesdienst-Angebot hatten. "Gleichzeitig wollten wir auch niemanden ausschließen", sagt Eckmann heute. So entschloss sich das Team zur Namensänderung.

"Mittendrin" will Menschen begrüßen, die mitten im Leben stehen, die Gottesdienst mal anders erleben wollen, die gespannt sind auf interessante Orte und Themen. In den Gottesdiensten wird mit neuen geistlichen Liedern, mit Videoclips, mit Gesprächen und Diskussionen gearbeitet.

Bislang wurden fünf Gottesdienste in Olfen zu Themen wie "Have a break", "Wo kreuzt Jesus meinen Weg?" oder "Wir müssen miteinander reden" diskutiert, meditiert und gesungen – immer an anderen Orten.

Text: Maria Niermann | Foto: Maria Niermann in Öffnet internen Link im aktuellen FensterKirche+Leben
06.07.2015

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Ankündigung

Unter diesem Motto lädt die Gruppe „Mittendrin“ der Kath. Pfarrgemeinde St. Vitus  zu ihrem besonderen Gottesdienst in den Steverauen ein.

Die Gruppe richtet sich dabei an alle, die neue Formen, interessante Themen und spannende Orte suchen, um sich mit dem Glauben auseinander zu setzen.

Treffpunkt ist am Sonntag, 31. Mai 2015 um 19:00 Uhr am Aussichtspunkt „Storchenhorst“ an der Eselwiese hinter der Tennishalle. Bei Regenwetter wird der Gottesdienst auf der überdachten Terrasse der Tennishalle stattfinden.

Das Vorbereitungsteam lädt im Anschluss herzlich ein zum Austausch und zu lockeren Gesprächen bei Brot, Wein und Wasser im Rahmen einer Agape-Feier.