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RN-Foto WoltersNeues Pfarrhein soll Haus der Begegnung sein
Ruhr Nachrichten vom 20.01.13

"Alles wahre Leben ist Begegnung. Ich freue mich, dass wir mit dem Haus Katharina nun einen Ort der Begegnung haben"

... sagte Franz Kersting, 2. Vorsitzender des Kirchenvorstands, während der festlichen Einweihung des neuen Pfarrheims.
Von Theo Wolters

Dieser Tag sei ein großer Tag für die Kirchengemeinde St. Vitus. "In Zeiten, wo Kirchen geschlossen und abgerissen werden, haben wir ein neues Pfarrheim gebaut." Die Kirche habe sich von der Volkskirche zur Kirche im Volk gewandelt. Er wünsche sich, dass dieses Haus zur Aufbruchstimmung beitrage.

Emotionale Bindung zum Leohaus

Franz Kersting ging auch auf den Abschied vom Leohaus ein. "In den Diskussionen wurde deutlich, wie groß die emotionale Bindung vieler zum Leohaus ist." Für ihn sei ein Abriss nie vorstellbar gewesen. "Ich bin froh, dass das Leohaus erhalten bleibt."

Die feierliche Einweihung begann mit einem Festgottesdienst mit Weihbischof Dieter Geerlings. Im Anschluss zogen die Vertreter der Vereine mit den Fahnen in das Haus Katharina ein.

Die Messdiener trugen sechs Kreuze und einen Corpus von Jesu. Diese waren zuvor vom Weihbischof gesegnet worden. Sie fanden ihren Platz an verschiedenen Stellen des neuen Pfarrheims.

Erinnerung an den ersten Spatenstich

Dieter Geerlings erinnerte sich in seiner kurzen Ansprache an den ersten Spatenstich am 13. Januar des letzten Jahres. "Es war ganz schlechtes Wetter, mit dem Spaten haben wir Matsch hochgeworfen. Ich freue mich, dass hier in Olfen nun ein neues Haus der Begegnung entstanden ist", so der Weihbischof.

Unter den Gästen war auch Oskar Müller, der ehemalige Pastor von St. Vitus. Er wurde mit lang anhaltendem Beifall begrüßt. "Ich komme immer gern wieder nach Olfen", sagte Oskar Müller. In seiner Zeit habe er nie an ein neues Pfarrheim gedacht. Er sei auch froh, dass das Leohaus bestehen bleibe.

Doppelkopfspiele als Geschenk

Oskar Müller überreichte seinem Nachfolger Bernd de Baey auch ein Geschenk. "Ich habe lange überlegt, was ich denn schenken könnte." Entweder habe man es schon oder wolle es nicht. "Es ist ein Haus der Begegnung. Begegnen kann man sich gut bei einem Kartenspiel", so der ehemalige Pastor. So überreichte er Doppelkopfspiele. 

Architekt Arno Meyer aus Lüdinghausen betonte in seiner Ansprache das gute Miteinander während der Bauphase. Ein Architekt bringt immer einen symbolischen Schlüssel zur Einweihung mit. "Einfache Schlüssel verschwinden meist nach der Einweihung in einer Ecke", sagte Arno Meyer. So überreichte er einen vom Heimatverein gebackenen großen Schlüssel. "Von dem haben alle etwas."

"Miteinander sprechen, nicht übereinander reden"

Heidemarie Wever, Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, sprach von einem Ort der Begegnung für alle Generationen. "Wir sollten miteinander ins Gespräch kommen und nicht übereinander reden." Heidemarie Wever betonte, das Haus Katharina sei nicht nur für Gemeindemitglieder offen. Alle Gruppen seien willkommen. "So können wir die Ökumene leben."