St. Vitus Logo

Haus Katharina
ein plattdeutsches Gedicht von Mathilde Vennemann

Usse nie Hus Kathrina

Endlich nu, de nie Bau steiht,
we hät sik do nich dröve freiht.
Nen Wunschdrom was dat jo all lang,
blos fört betahlen was de Pastor noch bang.

Äs dann de Bau genehmigt wor
grawt ok grön Licht förn Herrn Pastor.
Alet iwe gongt dann ok dobie,
de Müerlüun de Timmerlüe,
un ahl de Handwekes vont Fack
von de Grundmüern bes ant Dack.

Nu treckt wie in den Niebau in
niehmt ok den Härrgott mett harin,
dat he ahl nimmt in sien Hut,
we hie er drin goht, in un ut.

Kien Unglück dröewe kuim n lött,
kiene Bombe un kien Blitz drin slött,
kien Sturm un ok kien wilden Brand,
ahls leggt wie fast in siene Hand.

Datt ahl vöerliävt wull schöne Stund'n
we ümmer sick tosamm n heft funn n.
De Kaffee ümme rächt guit schmäckt
wenn för us de Dischk sind nett gedeckt.

Doföer secht wie alle Helferinnen Dank,
un hofft, se makt datt no johrelang.
Son paar Stunn lachen, prohlen, munter sien,
is föer us de beste Medizin.

Karten spiehlen, Doppelkopp
mett Re un Kontra un mett Sup.
Den Oldag hie er so lück vöergiärten
un ahls watt us ligg schwoor up n Hiärten.

Datt was un is un bliev wull so,
Geselligkeit mäckt frie un froh.
Datt datt in't ganze Hus mög bliewen,
doto mög de Härrgott sien 'n Siängen giewen.