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Foto: DIETER FENDERKirchenkabarett
28.06.13 - Kirche könnte so schön sein!“ – Unter diesem Titel präsentiert der Kabarettist Dieter Fender zusammen mit dem Musiker Johannes Rollenbeck am 28. Juni um 20 Uhr sein Programm im Haus Katharina.

 

Fotoreihe: Peter Dördelmann

Pfarrer Bernd de Baey begrüßt die Gäste und Dieter FenderDieter Fender trägt ein Stück vor: Deutschland ist PapstMit verschiedenen Musikeinlagen wurde das unterhaltsame Kabaret sehr aufgelockert, unterstützt von Johannes Rollenbeck am Kontrabass.Dieter Fender erklärt seine 'gestaltete Mitte'


 

Dieter Fender begeisterte mit Kirchen-Kritik
Ruhr Nachrichten vom 01.07.13

Neue Wege aus der Krise in der Kirche hat Dieter Fender in seinem Kabarettprogramm „Kirche könnte so schön sein“ aufgezeigt. Der Kabarettist begeisterte sein Publikum mit satirischen Vorschlägen zur Kirchenreform und humorvollen Liedern im Haus Katharina der St. Vitus Gemeinde.
Von Antje Pflips

"Nur mit Technik ist der Krise zu begegnen“, forderte Fender. Priesterroboter und frei programmierbare Messdiener seien bereits entwickelt. Für die kfd backt der Präses Kuchen und den Kolpingsbrüdern zapft er ein Sieben-Minuten-Bier. Ein Anruf im Pfarramt wird über einen Service Point Manager geregelt, bei dem je nach Anliegen eine Nummer vorweg gewählt werden müsse.

Der Papst als beste Werbung

Unternehmensberater würden eingesetzt, die den Kirchturm für Werbezwecke vermieten und hinter dem Altar eine Kletterwand errichten. Viele Lacher erntete Fender für diese Vorschläge.

Der Papst sei für die Katholiken eine unbezahlbare Medienwerbung. Besonders die Protestanten seien neidisch auf ihn. Kommen sie doch im TV kaum vor. Doch auf allen Kanälen der Welt würde drei Tage lang ein Schornstein für Aufsehen sorgen.

Fender und die "gestaltete Mitte"

„Katholisch tut nicht weh“, beruhigte Fender die evangelischen Zuschauer im Raum und hatte auch gleich Anmeldeformulare dabei. Er lud zu einer Bildmeditation ein, die ihm den Abschied von Benedikt XVI. leicht machen solle. Doch das Glas war gesprungen. „Das war die evangelische Gemeinde in Erkenschwick“, behauptete Fender.

Besonders viel Spaß machte dem Publikum die Darstellung seiner „gestalteten Mitte“, wie es auf Fortbildungen üblich sei. Nur dass sein Mandala nicht aus Kerze, Kreuz, Bibel, bunten Tüchern und Steinen bestehe.

Lieder mit Gesang und Bassmusik

Sein Mandala gestaltete er mit einem gelben Sack, Reitgerte als Entscheidungshilfe im Pfarrgemeinderat, stumpfer Axt als Zeichen, dass scharfe Sachen nicht in der Kirche behandelt werden, Knallkörper für die nonverbale Kommunikation („gleich knallt’s“) und dem Schrubber aus der Geburtskirche, mit dem sich die Glaubensgruppen prügelten. Hinzu kam noch der original Vierpack Papstbier aus Bayern.

Zwischendurch unterbrachen eigene, humorvolle Lieder die Vorträge. Unterstützt wurde Fender dabei von Johannes Rollenbeck am Bass. Am Ende spendete das Publikum viel Applaus für einen gelungenen Auftritt.