St. Vitus Logo

Foto: Ruhr NachrichtenMitreißendes Benefizkonzert in St. Vitus

Jeder kennt „My way" von Frank Sinatra oder die Titelmusik vom „Rosaroten Panther" oder „Wenn nicht jetzt, wann dann" von den Höhnern. Aber, auch gespielt auf einer Orgel?

Von Antje Pflips - Ruhr Nachrichten vom 25.06.08

Ungewöhnliche Klänge entlockte der Kirchenmusiker und Dirigent des Männergesangvereins Harmonia Karl Heinz Gerdemann der alten Orgel auf dem Benefizkonzert des MGV zugunsten der Orgelrenovierung in der St. Vitus Kirche. Seine Improvisationen fingen klassisch an und wechselten dann zu einem bunten Reigen verschiedener Melodien aller Stilrichtungen. Die zunächst skeptischen Blicke der Besucher änderten sich schnell in Begeisterung, die sich nachher in langem Applaus niederschlug.

Jugend-Sinfonie-Orchester reist in die USA

Dabei spielte er mit „muss i denn zum Städtele hinaus" und „Stars and Stripes" auf die bevorstehende Konzertreise in die USA des Jugend-Sinfonie-Orchesters an. Das spielte in bewegender Weise zur Eröffnung das „Preludio sinfonico" von G. Puccini. Unter der Leitung von Dr. Hans-Wolfgang Schneider nahm es die vielen Besucher mit auf eine leidenschaftliche Stimmungsreise. Überwältigend war der Klang in dieser Kirchenatmosphäre. Ein verfrühtes „pling" einer Geigenseite im Schlussakkord ließ das Jugend-Sinfonie-Orchester in der Gunst des Publikums noch höher steigen. Bravourös war das Klarinettensolo von Hannah Lütkenhöner.

Almuth Herbst in hellblauer Abendrobe

Für puren Musikgenuss standen Almuth Herbst und ihr Ehemann Udo. In hellblauer, großer Abendrobe begeisterte die Mezzosopranistin mit Werken von Puccini, Weber und Orff in Gitarrenbegleitung von Udo Herbst.
Der MGV Harmonia wurde unterstützt von Sängern aus Lüdinghausen und Nottuln und sang gehaltvoll Gospels und geistliche Lieder. Gemeinsam mit dem Publikum sangen sie „wo die Liebe wohnt".
Der Chor „Auftakt" wurde „verstärkt" durch Schwester Emilia aus Tansania, die derzeit die Olfener Gemeinde besucht. Mit modernen Kirchenliedern und Gospels trafen sie den Geschmack der Konzertbesucher. Ulla Ickerodt sang das Solo in „oh happy day".

Großes Finale mit allen Beteiligten

Im Finale traten alle Konzertteilnehmer noch einmal zusammen auf die Bühne.

Herbert Rotte, 1. Vorsitzender des MGV, dankte allen Mitwirkenden und konnte seine Frage nach dem Gefallen nicht beenden, denn vorzeitig setzte begeisterter Applaus ein. Mit einem „Halleluja" verließen alle Sänger stimmungsvoll die Bühne und bildeten am Haupttor für die Besucher ein Spalier.

zurück zu Pro Organo ...