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RN-Foto Maria Niermann06.03.13 - Orgelkonzert
Ehemaliger Kölner Dom-Organist Clemens Ganz spielte in St. Vitus
Ruhr Nachrichten vom 08.03.16

„Das Konzert war ergreifend. Die Musik schwang durch den gesamten Kirchenraum und hat mich mitgenommen.“ Das sagte der Olfener Johannes Walterbusch im Anschluss an das Orgelkonzert am Sonntag in der Vitus-Kirche. Mit dieser Meinung stand er nicht alleine da. Pastor Bernhard Lütkemöller, Organist Thomas Hessel, Pro Organo-Vorsitzender Heiner Dieckmann, Margret Reinkober als Vorsitzende des Kirchenchores - sie alle hatten das Konzert von Professor Clemens Ganz genossen.

Insgesamt waren gut hundert Besucher auf Einladung des Vereins Pro Organo ins Konzert gekommen. Ganz, ehemaliger Organist am Hohen Dom zu Köln und bis 1997 Professor an der Kölner Musikhochschule, war gekommen, um den Olfenern und ihren Gästen aufzuzeigen, welche musikalischen Möglichleiten die neue Merten-Orgel bietet. „Mit der Orgel kann Musik auf so unterschiedliche Art darstellbar gemacht werden. Das wollte ich zeigen.“ Und Gespräche mit den Zuhörern zeigten, dass er dieses Ziel erreicht hat.  

Toccata, Addagio Fuge 
Die einen favorisierten die Toccata, Adagio und Fuge von Johann Sebastian Bach, andere die 4. Symphonie Andante cantabile von Charles-Marie Widor, viele mochten aber auch das Mozart Change des ungarischen Komponisten Zsolt Gárdonyi. So hatte es sich Clemens Ganz gewünscht: Er wollte mit dem Spiel der unterschiedlichen Werke das Spektrum der Olfener Orgel zeigen.

Im ausführlichen Programm hatte der Organist die Stücke detailliert beschrieben und auch erläutert, wie die Orgel dabei zum Einsatz kommt: „Orgeltrio, Ober- und Unterstimme auf zwei Manualen gespielt, die Melodie als Mittelstimme auf dem Pedal“, heißt es zum Beispiel bei der Erläuterung des Orgelchorals „Lobe den Herren“ von Johann Sebastian Bach.
So hatten die Zuhörer die Möglichkeit, herauszuhören, welche unterschiedlichen Möglichkeiten das Instrument bietet.

Das sagte auch Pastor Lütkemöller: „Ich glaube, Professor Ganz hat mit der Auswahl dieser exzellenten Musik auch die Menschen erreicht, die sich in der Orgelmusik nicht so zu Hause fühlen.

Organisiert hatte das Konzert der Verein Pro Organo, der sich die Finanzierung der Orgel auf die Fahnen geschrieben hat. Für das Konzert war kein Eintritt erhoben worden. Der Verein hatte aber um Spenden gebeten.

Maria Niermann