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Freitags im Haus Katharina

Jeden Freitag im Haus Katharina
Besucher aus der ganzen Welt


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Arbeitskreis Asyl
Kontakt
Heiner Dieckmann ( 02595 - 57 40)
Rita Watermann ( 02595 - 385 99 81)

Café International
Freitags, von 17.00 bis 19.00 Uhr
im Haus Katharina

Spendenkonto
Volksbank Lüdinghausen-Olfen
IBAN DE 80 4016 4528 2712 1460 14
     

„Wir möchten den Asylsuchenden, die in Olfen leben, das Leben angenehm gestalten.“ Das sagen Rita Watermann und Heiner Dieckmann
übereinstimmend. Sie sind die Sprecher des ökumenischen Arbeitskreises Asyl.

Im Dezember wird der Kreis zwei Jahre alt. Dreh- und Angelpunkt des Arbeitskreises Asyl ist das Café International, das an jedem Freitag von 17.00 bis 19.00 Uhr im Haus Katharina geöffnet ist. Hier treffen sich Asylsuchende und Olfener zum Austausch.

Kontakte schaffen
Ein Programm gibt es nicht, es geht darum Kontakte zu schaffen, sich näher zu kommen. In den Anfängen waren es sieben oder acht Asylsuchende, heute kommen dreißig bis vierzig  Besucher aus der ganzen Welt ins Haus Katharina. So sieht es Rita Watermann. „Die Welt kommt nach Olfen. Wir haben 23 Nationen in unserer Stadt untergebracht. Das ist doch auch ein unglaubliches Potential“, meint sie. Engagierte Olfener nutzen dieses Potential, kommen am Freitag ins Haus Katharina, um mit den Asylsuchenden ins Gespräch zu kommen. „Alles andere ergibt sich dann ganz von allein“, sagt Heiner Dieckmann. „Wenn dann ein Asylsuchender erwähnt, dass er in einigen Tagen zu einer Behörde nach Coesfeld fahren muss, er aber überhaupt nicht weiß wie er dorthin kommen soll, dann bietet vielleicht jemand an ihn zu fahren.“ So ergebe sich ein Kontakt, der weiter gesponnen werden könne.

Er berichtet auch von einem Familienkreis, deren Mitglieder fragten „was können wir tun? Wie können wir helfen?“ Sie wurden zum Café International eingeladen. Sie setzten sich zu den Asylsuchenden, unterhielten sich mit ihnen. „Daraus sind schon gute Kontakte und Freundschaften entstanden“, berichten die beiden Sprecher. Insgesamt lebten Mitte Oktober 138 Asylsuchende in Olfen.

Kein Verein, sondern Dreh- und Angelpunkt
Der Arbeitskreis Asyl ist kein Verein. Niemand muss sich zu irgendetwas verpflichten. „Wenn einfach noch ein paar mehr Menschen an den Freitagen zu uns kämen, wäre das schon wunderbar“, sagen die beiden. Wie gesagt, das Café International ist Dreh- und Angelpunkt. Daneben erfüllt der Arbeitskreis viele Aufgaben: Er organisiert Sprachkurse in Gruppen, intensiven Einzel-Sprachunterricht und Sprachkurse nur für Frauen.

„Wir betreuen die Asylsuchenden, die sich ja häufig in physischer und psychischer Notlage befinden – wir begleiten sie zu Arztbesuchen“, sagt Rita Watermann. Der Arbeitskreis vermittelt Rechtsberatung, fährt mit den Gästen zu Behörden und holt wöchentlich Lebensmittel von der Tafel Lüdinghausen, es werden Fahrten zu Schulen bezuschusst und die Wohnungen aus Spenden zusätzlich ausgerüstet. 

Nicht nur ein Bett
„Die Stadt ist verpflichtet, die Asylsuchenden mit dem Notwendigsten auszurüsten“, sagt Heiner Dieckmann. „Wir versuchen es ein wenig wohnlicher zu gestalten“. Der Arbeitskreis bietet Ausflugsfahrten an und besorgt Dinge, die Neugeborene benötigen. Gut ist es für die Asylsuchenden, wenn sie ein wenig Bewegungsfreiheit haben. Da bieten sich Fahrräder an. Um Fahrradspenden und deren Verteilung kümmert sich Albert Holz, den Kontakt zum SuS Olfen stellt Hubert Hölscher her, um die Fahrten zur Lüdinghauser Tafel kümmert sich Birgit Price. „Natürlich erleben wir auch unschöne Dinge und müssen uns sorgen. Schließlich haben wir es häufig mit traumatisierten Menschen zu tun, die Fürchterliches erlebt haben. Aber das positive überwiegt“, sagen die beiden Sprecher des Arbeitskreises Asyl.

Maria Niermann