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LichtmessDarstellung des Herrn - Mariä Lichtmess

Am 2. Februar begeht die Kirche das Fest der Darstellung des Herrn, früher Mariä Lichtmess genannt.

Die Eltern Jesu bringen ihr Kind im Tempel dar und bringen ein Opfer, so wie es dem jüdischen Gesetz entspricht. Früher endete mit diesem Fest die Weihnachtszeit, die heute bereits mit dem Fest Taufe des Herrn ihren Abschluss findet.

Die Festmesse wird noch einmal in weihnachtliches Kerzenlicht getaucht, mit Kerzensegnung und Prozession um 19.00 Uhr in St. Vitus gefeiert.

Nach der Messe können Lichtmesskerzen in unterschiedlichen Größen erworben werden.

 

Kerzensegnung

Zum Grundgesetz christlichen Gottesdienstes gehört, dass die versammelte Gemeinde zunächst auf das Wort Gottes hört. Die Bibel stellt ins Zentrum, dass Christus das Licht der Welt ist und seine Jüngerinnen und Jünger ermahnt hat, als Kinder des Lichtes zu leben (vgl. Mt 5,14-16).

Das Segensgebet über die Kerzen greift diese Botschaft auf und spricht zunächst Christus als das Licht für die Menschen an. Weiter heißt es: „Segne diese Kerzen, die wir zu deinem Lobpreis entzünden. Wie ihr Licht das Dunkle erhellt, so mache du unser Leben hell mit deiner Wahrheit. Schenke uns in den Bedrängnissen unseres Lebens Zuversicht und Freude und hilf uns, mit deinem Licht auch das Leben anderer Menschen hell zu machen.“

Der Bezugspunkt des Gebetes ist Christus, zu dessen Lobpreis die Kerze entzündet wird. Die gesegnete Kerze ist somit Erinnerung an das wahre Licht Christi. Sie bewirkt also nicht, dass etwa die Gewitterfront vorbeizieht oder eine Prüfung gut bestanden werden kann, sondern so, wie ihr Licht das Dunkel der Nacht erhellt, will Christus im Leben der Christen das Licht sein.

Dieses Licht soll den Menschen Richtschnur und Wegweiser sein. Aus einer gesegneten Kerze fließen keine Energieströme oder Strahlenbündel, vielmehr ist es die gütige Hand Gottes, von der sich der Mensch geborgen und geschützt wissen darf.

Pfr. Bernd de Baey