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der geschmückte Altar in der Halle auf dem Hof Himmelmann - Foto: HPDSo, 02.10.16 - Erntedankfest
Neues Hofkreuz eıngeweıht und Gottesdienst auf dem Hof Himmelmann
Ruhr Nachrichten
vom 03.10.16

„Wir haben das Weihwasser vergessen“, stellte Pastor Bernhard Lütkemöller am Sonntag entsetzt vor Beginn des Gottesdienstes zum Erntedank auf dem Hof Himmelmann fest. Er konnte jedoch schnell Abhilfe schaffen.

Das neue Hofkreuz wurde eingeweiht und ein Gottesdienst in ungewöhnlicher Umgebung gefeiert.

Die große Halle auf dem Bauernhof von Philipp Himmelmann war herbstlich dekoriert. Mitten im Raum hing eine große Erntekrone. Vor dem Altar lagen getrocknete Maiskolben, Früchte und Blumen.
Normalerweise stehen in der Halle landwirtschaftliche Maschinen. Die Landfrauen, der landwirtschaftliche Ortsverein und die Landjugend hatten das Fest organisiert. Zu dem Gottesdienst kommen mehr Leute als in die Kirche, sagen die Verantwortlichen. Schon früh war die Halle gefüllt. Zahlreiche Gäste folgten zu Beginn des Gottesdienstes Bernhard Lütkemöller zum Hofkreuz der Familie Himmelmann.

RN-Foto DornKreuz versetzt
Aufgrund des Wirtschaftswegeausbaus musste es versetzt werden. Jetzt steht es ein paar Meter näher am Hof und wurde im Beisein der Gemeinde eingesegnet. In einer Prozession ging es dann zurück in die Halle, wo der Gottesdienst unter dem Motto „Heimat ist dort, wo du verwurzelt bist“ fortgesetzt wurde.

Bernhard Lütkemöller mahnte: „Es ist wichtig, den Blick auf das Ganze zu richten. Verkleinern geht am Sinn vorbei. Es ist nicht richtig, das Einzelne zu sehen, angefangen von den Gaben der Schöpfung bis zur neuesten Technik.“ Er machte auch klar, was mit den menschlichen Möglichkeiten machbar ist: „Es ist die Kreativität, die vieles möglich macht. Setzt die Möglichkeiten nicht sinnwidrig, sondern sinnvoll ein.“ Seine Ausführungen regten zum Nachdenken an.

Zum gegenseitigen Austausch hatten die Besucher im Anschluss an den Gottesdienst Gelegenheit. Eile war nicht geboten. Die heimische Küche konnte am Sonntag kalt bleiben. Nachdem die Halle umgeräumt und ein Heizgerät herbeigeschafft wurde, ging es dort gemütlich zu. Die Landfrauen boten Kassler, Kartoffelpüree und Champagnerkraut, Kaffee und Waffeln an. Bei der Landjugend gab es Bratwürstchen und Getränke. Noch lange vergnügten sich Kinder im Sandkasten oder probierten das zur Verfügung gestellte Spielzeug aus.

Beate Dorn


 

Das Musikcorps der Stadt Olfen spielte zum Gottesdienst die Kirchenlieder und anschließend tolle Musik - Foto: HPDBereits seit 1994 richten die drei landwirtschaftlichen Vereine: Ortsverein, Landfrauen und Landjugend das Fest mit der Feier eines Gottesdienstes aus.  Diese Feier wird musikalisch mitgestaltet vom Musikcorps der Stadt Olfen. Anschließend besteht die Möglichkeit zum Mittagessen und zum Verweilen bis in die Nachmittagsstunden, denn auch kalte Getränke und Kaffee stehen bereit.

Die sonntägliche Messe um 10.30 Uhr im Haus Katharina fällt aus.