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RN-Foto von GlahnSo, 09.04.17 - Palmsonntag
Ruhr Nachrichten vom 10.04.17

Kraulen, krabbeln, kuscheln und kräftig streicheln: Esel Fritz war der heimliche Star der großen Prozession am Palmsonntag. Vom Marktplatz in Olfen ging es gemeinsam mit den Gläubigen und vielen Kindern zur Vitus-Kirche. Allen voran natürlich Esel Fritz.

Besonders die jüngsten Teilenehmer der christlichen Tradition waren ganz vernarrt in das graue Geschöpf, das geduldig und – allen Vorurteilen zum Trotz – nur wenig störrisch im Mittelpunkt stand. Und dass Esel alles andere als dumm sind, das zeigte der graue Vierbeiner vor allen Dingen in Sachen reger Appetit: Hier und da schnappte Fritz nach den Äpfeln, mit denen die Kinder liebevoll ihre Palmstöcke dekoriert hatten. Aber Eselführer Werner Brüse hielt Fritz im Zaum und hatte für den Notfall auch immer eine Möhre in der Tasche.

Dass der 30 Jahre alte Fritz prozessionserfahren ist, zeigte das Langohr mit viel gutmütiger Geduld. Gemeinsam sang die Gemeinde „Danke für diesen guten Morgen“ und der Kinderchor stimmte „Jesus zieht in Jerusalem ein“. Anschließend hörten die Gläubigen die Geschichte vom Einzug Jesu in Jerusalem. „Genau wie wir jetzt haben sich die Gläubigen damals versammelt“, erklärte Maria Brüse, Leiterin der Kindertageseinrichtungen St. Vitus.

Kinder sollen christliche Tradition kennenlernen
Vielen Eltern war es wichtig, dass ihre Kinder schon früh an der Prozession teilnehmen und so christliche Traditionen näher gebracht bekommen. „Das gehört für uns mit zur Kommunionvorbereitung. Wir sind hier, damit meine Tochter versteht, warum wir die Kommunion feiern“, sagte Sabrina Schwenke. Und auch die neunjährige Tochter Hannah wollte einmal Esel Fritz streicheln.

Bevor der Esel aber die Prozession zur Kirche anführte, segnete Pater Rajakumar die Palmstöcke der Kinder und Erwachsenen. „Ich hoffe, dass ihr später einen schönen Platz dafür zuhause findet oder ihr bringt sie Alten und Kranken, damit alle an Jesus erinnert werden“, appellierte der Pater. In der Pfarrkirche St. Vitus feierte die Gemeinde im Anschluss an die Prozession einen Familiengottesdienst.

Jennifer von Glahn