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Die Ausstellung (CHR)Zeige dein Kreuz
2012 - Viele Gemeindemitglieder wie auswärtige Besucher besichtigten die Kreuzausstellung im Chorraum der St. Vitus-Kirche.

Über 60 Kreuze unterschiedlicher Epochen vermitteln ein Bild lebendigen Glaubens. Besonders bewegend sind die Berichte derjenigen, die ihr Kreuz  zur Verfügung gestellt haben. Diese können in ausliegenden Heften nachgeschlagen werden. Die Kreuzausstellung ist  vom  24. - 31.03.12 zu sehen und endet mit der Abendmesse um 18 Uhr. Danach nehmen die Gemeindemitglieder, die ihr Kreuz zur Verfügung gestellt haben, dieses wieder in Empfang.

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Zeige dein Kreuz (CHR)Zeige dein Kreuz (CHR)Zeige dein Kreuz (CHR)Zeige dein Kreuz (CHR)Zeige dein Kreuz (CHR)Vortragekreuz (CHR)

Ein Kreuz ist der Ausdruck für unseren Glaubens
an Jesus Christus, sein Weggeleit, sein heilbringendes Wort, sein Leiden und Sterben sowie seine Auferstehung. Viele Gemeindemitglieder legen mit dem Zeigen ihres Kreuzes ihr persönliches Glaubenszeugnis ab. Dafür schon jetzt ein ganz herzliches Dankeschön!

 

Passion Jesu

Im Anschluss an die Heilige Messe, in der die Passion Jesu am Vorabend des Palmsonntags im Mittelpunkt steht, werden die Kreuze gesegnet und allen Leihgebern wieder ausgehändigt. Wer zu diesem Gottesdienst nicht kommen kann oder aber sein Kreuz nach Hause gebracht haben möchte, melde sich doch bitte im Pfarrbüro.

Bis zum Stichtag am 7. März sind sehr viele Kreuze leihweise abgegeben worden, um sie in der Ausstellung präsentieren zu können. Mit den Kreuzen verbindet sich oft eine sehr bewegende persönliche Geschichte, die für alle Besucherinnen und Besucher der Ausstellung in einem Heft nachzulesen sein wird.

 


Foto: Kiepe
Zeige dein Kreuz

Zahlreiche Mitglieder der Pfarrei St. Vitus in Olfen haben eine Woche lang ihr Kreuz gezeigt
Kirche + Leben vom 08.04.12

 

Die Idee, Kreuze von Gemeindemitgliedern in der Fastenzeit in einer Ausstellung zu zeigen, entstand im Pfarrgemeinderat von St. Vitus in Olfen. »Wir wollten über unseren Glauben ins Gespräch kommen. Das ist über das Symbol des Kreuzes gut möglich. Die Menschen haben uns geschildert, was sie mit ihrem Kreuz verbinden«, berichtet Pfarrer Bernd de Baey. Vor Weihnachten rief die Gemeinde die Gläubigen in Gottesdiensten und Zeitungen auf, sich an dem Projekt »Zeige dein Kreuz!« zu beteiligen.

Mehr als 60 Kreuze kamen zusammen. Mitglieder des Pfarrgemeinderats machten sich auf den Weg zu den Menschen, die ihr Kreuz selbst nicht bringen oder eine Geschichte zum Kreuz schreiben konnten. Denn zu jedem Ausstellungsstück wurde ein Text erstellt, der über die Verbundenheit zu dem Kreuz informiert. Mal ist er kurz, mal länger, mal persönlich, mal sachlich. Die Großeltern oder Urgroßeltern besaßen das Kreuz bereits, es wurde in einem Wallfahrtsort erstanden, es war ein Geschenk zur Erstkommunion oder zum Ende der Ausbildung. »Wenn man beginnt, die Geschichten zu lesen, bleibt man kleben. Es ist spannend, was sich hinter den Kreuzen verbirgt«, sagt Ilona Schwabe, Küsterin der Gemeinde. »Es ist eine Ausstellung, für die man sich Zeit nehmen muss«, fügt Gabriele Brast vom Caritasausschuss hinzu.

Die Verbundenheit zum Kreuz ginge in den jüngeren Generationen leider verloren, bedauert de Baey. »Es sind vor allem ältere Menschen gewesen, die uns ihr Kreuz gegeben haben«, sagt er. Es hätten sich sogar Menschen gemeldet und erzählt, warum sie ihr Kreuz nicht abgeben könnten. »Es käme ihnen vor, als sei Jesus dann nicht mehr bei ihnen«, erklärt der Pfarrer. Wichtig sei es den Menschen gewesen, dass während der Ausstellung gut auf ihre, Kreuze aufgepasst werde. »Es geht ihnen nicht um einen materiellen Wert, sondern um das, was sie emotional mit dem Kreuz verbinden«, berichtet er. Schnell hätten sich aber Frei-. willige gemeldet, während der Öffnungszeiten in der Kirche Aufsicht zu führen.

»Die Verbindung zum Kreuz wächst oft, wenn tiefe Einschnitte wie Krankheit oder Tod ins Leben treten. Durch sie entwickelt sich eine stärkere innere Verbindung zu Christus«, erklärt de Baey. In den vergangenen Jahrzehnten hätten sich Bedeutung und Darstellung des Kreuzes gewandelt. Hing es früher hauptsächlich im Schlafzimmer, findet es sich heute beispielsweise eher im Flur als Segenszeichen in den Häusern. »Im Gegensatz zu früher hat ein modernes Kreuz oft keinen Korpus mehr oder nur einen angedeuteten. Die Kreuzsymbolik ist eine andere.« Dazu zählen abstrakte Kreuze ebenso wie bunt bemalte oder keramisch gearbeitete. »Es geht aber nicht bloß um Ästhetik, sondern immer auch um ein persönliches Christusbild. Denn in jedem Kreuz begegnet er mir. Und das ist das Entscheidende«, betont de Baey.

Michaela Kiepe

 


 

Über 600 Besucher

Die Kreuzausstellung in der St. Vitus-Kirche während der Passionswoche ist von über 600 Besucherinnen und Besuchern aufgesucht worden. Das zeigt das hohe Interesse an den ausgestellten Kreuzen und den damit verbundenen Lebens- und Glaubensgeschichten. Allen, die ein Kreuz zur Verfügung gestellt haben, die zum Gelingen der Ausstellung beigetragen und sich als Begleiterinnen und Begleiter in diesen Tagen zur Verfügung gestellt haben ein ganz herzliches Dankeschön!

Die meisten Kreuze haben mittlerweile ihren angestammten Platz in den Häusern und Wohnungen wieder eingenommen. Einige wenige Kreuze liegen im Pfarrhaus noch zur Abholung bereit.

Zeichen größter Liebe und unzerstörbarer Kraft!

Gerade in den Kar- und Ostertagen werden die so gegensätzlichen Dimensionen des Kreuzes Christi neu sichtbar: Todesleid und Hingabe, Zeichen größter Liebe und unzerstörbarer Kraft! Mit diesen Zeichen ist unser Leben bezeichnet und gesiegelt. Seit der Taufe haben wir Anteil an Christi Tod und Auferstehung. Auch in schwerem Leid sind wir hinein genommen in das Geheimnis seiner Liebe und Kraft. Möge diese Glaubenszuversicht in uns wachsen bis wir IHN in Herrlichkeit schauen.