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FriedenslichtFriedenslicht aus Bethlehem

"Jeder kann ein Licht im Herzen eines anderen entzünden"
2500 Pfadfinder nehmen Friedenslicht im St.-Paulus-Dom in Empfang
Erst brennt nur eine einzelne Kerze, kurz darauf tauchen die Flammen von hunderten Kerzen und Laternen den St.-Paulus-Dom in ein warmes Licht. Am 11. Dezember hat das Friedenslicht von Bethlehem das Bistum Münster erreicht.
Auch die Olfener Pfadfinder bringen das Friedenslicht am Samstag, 17.12. um 18 Uhr in die St. Vitus-Kirche.

Rund 2500 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus dem ganzen Bistum nahmen das Licht bei der Aussendungsfeier in Münster in Empfang. Organisiert wurde der ökumenische Gottesdienst im St.-Paulus-Dom von den Pfadfindern (DPSG) und den Pfadfinderinnen (PSG) der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) sowie vom evangelischen Pfadfinderverband (VCP). Weihbischof Dr. Christoph Hegge leitete die Aussendungsfeier gemeinsam mit Pfarrer Martin Mustroph von der evangelischen Kirche. In den kommenden Tagen wird die Flamme, die aus der Geburtsgrotte in Bethlehem über Wien nach Europa kam, in Kirchen, Schulen, Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen verteilt.
„Jeder kann ein Licht im Herzen eines anderen entzünden“,
sagte Weihbischof Hegge den Kindern und Jugendlichen. „Jesus möchte, dass in deinem Herzen ein Licht des Friedens aufgeht, ein Licht des guten Handelns, der Vergebung, der Solidarität, des Teilens und der echten Liebe.“ Mit dem Licht von Bethlehem wolle Gott zeigen, dass er den Menschen nahe kommt. Als ein kleines Kind in einer Krippe am Rande der Stadt geboren, werde er so zu einem Lichtbringer.

„Brauchen wir nicht alle dieses Licht der Liebe und des Friedens?“, wandte sich Hegge an die Kinder und Jugendlichen mit ihren Begleitern. „Jesus ist mein Leben, er will dich entzünden“, betonte er. Mit einer Geste verdeutlicht er dies zusammen mit den Pfadfindern: Mit beiden Händen wurde aus Daumen und Zeigefingern ein Herz geformt, aus dem eine Flamme leuchtet. „Dieses Friedenslicht in unseren Herzen wollen wir weitertragen, bis ins Internet hinein.“ Damit verwies Hegge auf das Leitwort der diesjährigen Friedenslichtaktion „Frieden? Gefällt mir – ein Netz verbindet alle Menschen guten Willens“. Alle Menschen sind aufgefordert, ihr Bild von der kleinen Flamme ins Internet zu stellen und es als Zeichen des Friedens zu verbreiten.
Zum Schluss des Gottesdienstes wurde das Friedenslicht an die Kinder und Jugendlichen weitergereicht. Für die Pfadfinder David (10), Philipp (9), Maria (9) und Jan (10) aus Münster-Gievenbeck der Höhepunkt: Geduldig hatten sie mit ihren Laternen auf diesen Moment gewartet. Sie werden das Licht in den nächsten Tagen in ihre Schulklasse bringen. „Es war wieder richtig toll“, zeigte sich Philipp am Ende begeistert, seine Laterne mit beiden Händen sicher haltend. Die hatte er nur zum Schusslied abgestellt, als das Pfadfinderlied der „Flinken Hände“ im St.-Paulus-Dom erklang, gesungen von 2500 Kindern und Jugendlichen und begleitet von der Band der Jugendkirche effata.
Das Friedenslicht wird seit 1986 jährlich in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet und vom Österreichischen Rundfunk (ORF) zunächst nach Wien gebracht. Dort nehmen es Pfadfinder aus 20 europäischen Ländern entgegen. Deutsche Pfadfinder bringen das Licht per Bahn in mehrere Städte der Bundesrepublik.