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2011 Krippe St. Vitus2011 - Krippe in St. Vitus

Die Krippenlandschaft 2011 in der St.-Vitus-Kirche zeigt uns einen Stall mit bunten Steinen.
Diese haben unsere diesjährigen Firmbewerber im Rahmen der Firmvorbereitung gestaltet.

Jeder Firmbewerber ist mit seinem Namen im Stall vertreten. So zeigt sich, dass wir durch unseren Glauben einen Namen bei Gott haben. Als Christen gehen wir nicht in der großen Masse unter, wir haben in der Taufe bei Gott einen Namen bekommen.

Balken vom alten Pfarrhaus

Der Torbogen zum Stall ist aus einem alten Balken gebaut. Dieser konnte durch Herrn Werner Dirkmann bei Frau Hilde Hatebuer aufgefunden werden. Er stammt aus dem alten Olfener Pfarrhaus, das Ende des 19. Jahrhunderts abgebrochen wurde. Der Balken war dann jahrzehntelang in einem Stall in Eversum in Benutzung.

Die Inschrift lautet:
„Unter Pastor Antonius Studebrock entstand auf Kosten der Gemeinde ein neuer Giebel 31. Juli“
Pastor Studebrock war von 1730 - 1749 Pfarrer in Olfen. Der Balken ist somit über 260 Jahre alt.

Vom Pfarrhaus zur Kuhhütte und zurück
Ruhr Nachrichten vom 16.01.12

OLFEN. Ein alter Eichenbalken. Über 100 Jahre lang hat er an einer Kuhhütte in Olfen gehangen, anschließend lag er Jahrzehnte unbeachtet in einem Holzschuppen. Bis ihn Werner Dirkmann entdeckte. Er fand heraus, dass es sich nicht um einen einfachen Holzbalken handelt und brachte ihn an einen würdigen Ort.

Aufwendige Restaurierung

Der Giebel gehört  zu einem alten Olfener Pfarrhaus, abgerissen im Jahr 1890, so Dirkmann. Bei Recherchen für ein Buch stieß er auf das von Schmutz und Wetter gezeichnete Holz und erfuhr etwas über die Geschichte des Balkens. Kurz nach dem Abriss des Pfarrhauses habe jemand aus der Gemeinde den Balken mitgenommen und ihn für seine Kuhhütte verwendet. Als dort ein neues Baugebiet entstand, habe auch die Hütte weichen müssen. Der Enkel des Besitzers nahm den Balken zu sich und legte ihn in seinen Holzschuppen, so Dirkmann, der ihn an dieser Stelle fand. Als der Olfener die lateinische Schrift auf dem Holz sah, dachte er: „Das muss Bedeutung haben."

„Es sah schlimm aus", beschreibt Dirkmann den Zustand des historischen Stücks. Eine aufwendige Restaurierung sei nötig gewesen. In eine Trockenkammer habe er das Holz geben müssen, um Feuchtigkeit und Pilze rauszuholen. Das faule Holz habe er entfernen, das verbliebene mit einem Sandstrahler reinigen müssen. Drei Monate habe Dirkmann dafür gebraucht. Mittlerweile ist die lateinische Aufschrift wieder gut lesbar. Dort steht übersetzt: „Unter Pastor Antonius Studebrock entstand auf Kosten der Gemeinde ein neuer Giebel 31. Juli". Pastor Studebrock, so las es Dirkmann in der Chronik nach, war von 1730 bis 1749 Pfarrer in Olfen.

Ein Stück Geschichte

An den Pfarrer und an Olfen vor mehreren hundert Jahren soll der Balken nun erinnern. Nicht in irgendeinem Schuppen. Im Augenblick schmückt das Fundstück die Krippe in der Kirche St. Vitus. Dort bleibt es noch bis zum 2. Februar. Was anschließend damit passiert, ist noch nicht ganz klar. Dirkmann kann sich gut vorstellen, dass es in Zukunft im neuen Pfarrheim hängt. Auf jeden Fall soll es aber in der Kirchengemeinde einen Platz finden. Hundert Jahre Kuhhütte und jetzt doch wieder zurück in der Kirche, das sei schließlich etwas Besonderes. anwi