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Ein erstaunlicher Zaubertrick: Die Kindergarten-Clowns stechen Nadeln in den Luftballon, ohne dass er platzt. RN-Foto HemkerZirkus im Kindergarten
Akrobaten, Clowns, Pferde und Zuschauer füllen Turnraum des Kindergartens
Ruhr Nachrichten vom 20.03.12

OLFEN. „Manege frei" hieß es am Freitag für die 26 Zirkus-Kinder des St. Vitus Kindergartens. Eine Woche lang wurde geübt und gebastelt, um alles für den Tag der Aufführung vorzubereiten. Ein bisschen aufgeregt waren jedoch alle vor der Vorstellung, auch die Betreuer des Projektes.

In der letzten halben Stunde, bevor sich der Vorhang öffnete, wurde fleißig geschminkt und Texte noch einmal geprobt, sollte die Vorstellung für die anderen Kindergartenkinder doch so gut werden, wie die Generalprobe zuvor. „Eins, zwei, drei, vier...", zählen die Kinder nochmal die Zirkusbesetzung durch, damit auch ja alle da sind.

Langsam füllen sich die Matten der Zuschauerränge mit Kindern und Erzieherinnen. Zirkus-Musik ertönt und es geht los. Durch den selbst gebauten Vorhang tritt das Zirkusdirektoren-Team in die Manege, um alle „Herzlich Willkommen im Zirkus St. Vitus" zu heißen.

Dann wird die Vorstellung mit der Pferde-Show eröffnet. Alle Zirkuspferde sind mit selbst gebasteltem Kopfschmuck und Pferdeschweif ausgestattet. Sie traben im Kreis, Rollen über den Boden und vollbringen, für Pferde gar nicht mal so einfache, Kunststücke. Auch die jüngsten Zirkus-Fohlen sind dabei. Den Pferden folgen nun die Akrobaten in die Manege. Trampolinspringen und Balancekunststücke werden zum Besten gegeben. Dabei schweben einige Zirkus-Kinder sogar am menschlichen Trapez von einer zur anderen Seite der Balancierbank.

Die Clowns betreten die Manege und faszinieren ihre Zuschauer zunächst mit zwei Zaubertricks. Sie schlagen der Schwerkraft ein Schnippchen und lassen einen Pappdeckel in der Luft schweben. Außerdem können die Zauberclowns Nadeln in Luftballons pieksen, ohne dass diese platzen.

Der Bananen-Sketch der Clowns bildet den Abschluss der Zirkusaufführung. Das Publikum klatscht begeistert. „Alles hat mir am besten gefallen", verkündete ein Mädchen aus der Clownsgruppe bei der anschließenden Feedbackrunde der Zirkus-Schausteller und Betreuer.

Dank an die Kinder

Die Schüler-Betreuer bedanken sich mit Gummibärchen nach dem einwöchigen Projekt bei den Kindern des Kindergartens St. Vitus für die tolle Zeit und den Einsatz.

Zur Erinnerung wird im Eingangsbereich ein großer Bilderrahmen mit Fotos aufgehängt, den sich die Kinder immer angucken können. Für das gelungene Zirkusprojekt bedankt sich auch das Kindergarten-Team.

Vera Hemker

RN-Foto HemkerAkrobaten und Zirkuspferde Angehende Erzieher leiten Projekt im St.-Vitus-Kindergarten
Ruhr Nachrichten vom 15.03.12

OLFEN. Akrobaten und Zirkuspferde beherbergt der St.-Vitus-Kindergarten für diese Woche. Abschluss ist eine bunte Zirkusvorstellung von Kindern für Kinder.

Das Zirkusprojekt im Kindergarten wird von fünf Studierenden des Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg in Lüdinghausen, wo sie die Fachschule für Sozialpädagogik besuchen, vorbereitet und begleitet.

Im Rahmen dieser Ausbildung müssen die angehenden Erzieher ein Projekt in einer Kita durchführen. Das soll sie besonders auf ihr Anerkennungsjahr vorbereiten. Die Themen- und Kita-Wahl wurde von den Studierenden selbst getroffen.

Zunächst wurde Kontakt zum Kindergarten St. Vitus aufgenommen. Für diesen Kindergarten hatte sich die Gruppe entschieden, da zuvor zwei von ihnen dort ein Praktikum absolvierten. Als das Kindergartenteam die Kooperation begrüßte, wurde sich auf das Thema Zirkus geeinigt. „Der Zirkus vereint zwei Lieblingsaktivitäten von Kindern in dem Alter: Verkleiden und Bewegung", beschreibt die Studierendengruppe.

Seit Montag proben nun 26 Kinder aus den verschiedenen Gruppen im Alter von eins bis fünf Jahren: Für die Vorbereitung der Zirkusvorstellung am Freitag haben die Studenten vier verschiedene Workshops für die Kinder vorbereitet: Akrobatik, Tier-Show, Clown-Show und den Kreativ-Workshop.

Lisa Bergmann betreut den Tier-Show-Workshop, in dem eine Pferde-Show vorbereitet wird. „Die Kinder haben gute eigene Ideen und können auch den Hilfestellungen gut folgen", beschreibt sie die Arbeit. Beim Akrobatik-Workshop werden vor allem Balance- und Trampolin-Kunststücke geprobt. Der Workshopleiter Bernd Uhlenbrock: „Die Kinder haben Spaß und sind gut motiviert."

Positives Feedback

Die Clown-Show besteht aus einem Sketch und auch Zaubertricks. Hierbei steht Nadine Jankovic vor der Herausforderung, alle Kinder jeglicher Altersstufe zu integrieren. „Wir berücksichtigen natürlich die Interessen der Kinder", beschreibt sie die Workshoparbeit.

Anna-Lena Meile und Mona Eichwald schwärmen vom Kreativ-Workshop, der für die Requisite und Kostüme verantwortlich ist: „Es klappt viel besser als erwartet. Wir sind überrascht, wie kreativ die Kinder sind." Die Kindergartenkinder trumpfen mit eigenen Ideen auf, wie die Pferde mit Mähne und Schweif ausgestattet werden können und auch Schmuck für die Akrobaten gebastelt werden kann. „Wir müssen fast gar nicht selber leiten", stellen die Studenten fest.

Die Eigeninitiative der Kinder zeigt: Das Zirkusprojekt kommt an. Das kann auch Sandra Bünder, Erzieherin im KiTa-Team bestätigen. „Die Kinder tragen das Erlebte nach Hause." Auf diesem Wege erhielt sie schon eine Menge an positivem Feedback von Eltern, deren Kinder begeistert vom Zirkusprojekt im Kindergarten berichtet hätten. Auch eine tolle Bestätigung für die Arbeit der Studentengruppe.

Nach der Generalprobe am Donnerstag, heißt es für die Zirkus-Schausteller dann am Freitag: „Manege frei".

Vera Hemker