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Heike Sander führte durchs ProgrammGemeinde St. Vitus nahm Abschied vom Leohaus
Ruhr Nachrichten vom 13.11.12
Die katholische Kirche richtete am Samstag eine Abschiedsfeier vom Leohaus aus. Ein Highlight war die Hausführung. Viele nutzten noch einmal die Chance, einen Blick in alle Räume, vom Keller bis zum Dachgeschoss, zu werfen.
Von Pia Niewind

 

 

 

Ein volles Haus ...... mit vielen interessierten Besuchern ...... erlebten einen interessanten Abend ...... und bei kleinen Häppchen gab es viel zu erzählen. Auch die Ex-Hausmeisterin Angelika Junk war gekommen.Heike Sander führte durchs ProgrammPastor Bernd de Baey und ...... Bürgemeister Josef Himmelmann begrüßten die Gäste.viele Gruppen ...... an den Stehtischen ...... verfolgten aufmerksam ...... die Bildershow ...... die bei der Einweihung des neuen Pfarrheimes noch ausführlicher kommen wird.Die Messdiener sorgten für die Getränke ...... und die Gruppe 'Auftakt' für die musikalische Unterhaltung.Als um 22.00 Uhr der DJ die Platten auflegte ...... holten die Messdiener auch Diakon Christoph Potowski auf die Tanzfläche ...... zum Rudeltanzen.Zum Abschied durften die Wände bemalt werden, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde.

 

 


Bürgermeister Josef Himmelmann und Pastor Bernd de Baey sprachen die Grußworte. Danach traf Heike Sander, die durch den Abend führte, den richtigen Ton: „Das war’s jetzt mit den ernsten Worten, heute wird gefeiert.“

Alte Fotos

„Es ist traurig, Abschied vom Leohaus zu nehmen und auch ein komisches Gefühl, weil ich mit dem Leohaus viele schöne Erinnerungen verbinde“, erzählt Hanne Burow. Nach der Hausführung wurden alte Fotos, die von Bürgern aus den letzten 83 Jahren des Leohauses zusammengetragen wurden, per Diashow gezeigt.

„Das Leohaus hat eine lange Geschichte“, staunte Ilona Schwabe, Küsterin von St. Vitus. Anschließend sang der Chor Auftakt moderne und fröhliche Lieder. „Es ist schön zu wissen, dass das Haus weiter für die Bürger erhalten bleibt, denn es ist und bleibt ein Haus für die Olfener“, so Diakon Christoph Potowski. „Die soziale Idee des Leohauses wollen wir auch im Haus Katharina weiterführen. Dabei wollen wir aber kein zweites Leohaus bauen, es sollen keine Konkurrenzhäuser werden“, betonte Potowski.

Neuanfang im Haus Katharina

Den Service übernahmen an diesem Abend die Messdiener. Auch sie blickten auf eine schöne Zeit zurück. „Wir haben hier viel erlebt, Gruppenstunden, Partys, Leiterrunde und vieles mehr, doch wir freuen uns auch auf einen Neuanfang im Haus Katharina“, so Marius Eckmann. Organisiert wurde das Fest vom Ausschuss Feste und Feiern des Pfarrgemeinderates.

Peter Dördelmann, Mitglied des Ausschusses „Rettet das Leohaus“, betonte: „Die Abschlussfeier ist eine gute Gelegenheit, um Abschied zu nehmen. Wir haben nach Möglichkeiten gesucht, damit die Kirche das Haus weiter tragen kann, doch es gab keine. Heute bin ich froh, dass das Leohaus in neuer Form weitergeführt wird. Ich bin mir sicher, es wird ein tolles Haus.“

Sprüche an der Eingangswand

Nach dem offiziellen Teil fing die Party richtig an. Zur Erinnerung hatte sich der Festausschuss etwas Besonderes einfallen lassen. Anstelle eines Gästebuches waren die Besucher eingeladen, sich an der Eingangswand mit Stiften und Farbe zu verewigen. Sprüche wie „Danke für die tolle Zeit“ oder „Kostbare Jahre“ zeugen von einer besonderen Zeit in einem besonderen Haus, das nun Geschichte schreibt.


Gemeinde nimmt Abschied vom Leohaus
Große Feier mit Musik am 10. November 2012

Ruhr Nachrichten vom 05.11.12

Das Andenken an den Namensgeber des Leohauses ist bereits nicht mehr an sei­nem Ort. Die Büste von Adolph Kolping wird bald ei­nen neuen Platz erhalten. Denkbar ist die Josefskapelle in der St.-Vitus-Kirche. Nach und nach räumt die Pfarrge­meinde St. Vitus das Leohaus. Doch noch einmal möchte die Pfarrgemeinde dort feiern: Zur Abschiedsfeier sind alle Gemeindemitglieder für Samstag, 10. November, nach dem Gottesdienst um 18 Uhr eingeladen.

„Es soll ein fröhliches Tschüss werden," so Heike Sander von der kfd. Es über­wiege, so erklärt es Paul Sin­der von der Kolpingsfamilie, nicht die Trauer, sondern die Freude auf das Haus Kathari­na. „Wir freuen uns auch, dass das Leohaus bestehen bleibt." Dies sei der Wunsch vieler gewesen.

Überraschungen geplant

Am kommenden Samstag soll richtig gefeiert werden. Heike Sander: „Bis circa 22 Uhr ha­ben wir ein Programm mit ei­nigen Überraschungen ge­plant." Unter anderem würden Chöre singen. Bei ei­ner Diaschau sollen Fotos gezeigt werden, die das Le­ben im Leohaus in den letz­ten Jahrzehnten zeigen - aber nur eine Auswahl.

Diaschau zum Pfarrfest

Eine große Diaschau sei dann für das Pfarrfest am 15. Juni 2013 in und rund um das Haus Katharina ge­plant. „Fotos können noch bis Weihnachten im Pfarr­büro abgegeben werden", erklärt Heike Sander.

Nach dem Programm soll bei Musik und Tanz der Abschied vom Leohaus ge­feiert werden. Zur Stär­kung gibt es Brot; Käse und Pfefferbeißer. Die Geträn­ke werden zum Selbstkos­tenpreis angeboten.

Bis zum Jahresende wird das Leohaus ausgeräumt. Dann wird es an die Stadt übergeben. Die letzte gro­ße Veranstaltung wird die Herrensitzung der Prinzen­garde am 5. Januar sein.

Der Beginn der Umbau­arbeiten steht noch nicht fest. Im Sommer des nächs­ten Jahres könnten die Ar­beiten beginnen.

HTW


Leohaus - Abschied vom ersten Pfarrheim nach 83 Jahren
Gemeinsam unterwegs 2012

„Wehmut bezeichnet ein Gefühl zarter Traurigkeit hervorgerufen durch Erinnerung an Vergangenes. Bei wehmütigen Regungen .... werden nicht notwendig die gegenwärtigen Umstände gering geschätzt.“ (aus: Wikipedia)

Wehmut ist wohl das Wort, das am Besten die Gefühlslage der Olfener Vitus-Gemeinde beschreibt, wenn es um den Abschied vom Leohaus geht.
Die Erinnerung an das Leben im Leohaus verbindet alle Generationen. Die heute 80jährigen sprechen von Ihren Kindergartentagen im Leohaus. Damals wurden sie von Nonnen betreut. Sie sprechen von der Kapelle in der heutigen Altenstube, sie sprechen von Näh- und Kochkursen.

Ein Haus für alle Fälle

Die heute 50jährigen sprechen vom Treffen des Gesellenvereins, von der Ausweichschule im Leohaus, von Kolpingfesten, von Landjugend-Veranstaltungen.
“Das Leohaus war eines der größten Gemeindehäuser in der Umgebung. Daher trafen sich in Olfen Katholiken aus dem gesamten Kreisgebiet zu Veranstaltungen“, erzählen Helga
Eckmann und Paul Sinder im Gleichklang.
Und Heike Sander meint: „Ohne das Leohaus gäbe es die Katholische Frauengemeinschaft nicht mehr“. Und alle erinnern sich an die vielen Theaterstücke, die auf der Bühne des Leohauses gespielt wurden.
Und die Messdiener, die jüngsten Nutzer des Leohauses, berichten von Übernachtungen, von Koch- und Kinoabenden und von Gipsmasken, die sie geklebt haben. „Und dann mussten wir aufräumen, damit Ilona Schwabe uns auch beim nächsten Mal noch willkommen hieß“, so Johannes Ickerodt.

Und bei allen diesen Erzählungen schwingt immer Wehmut mit. Aber – wie heißt es im Lexikon - bei wehmütigen Regungen werden gegenwärtige Umstände nicht gering geschätzt. Ja – so ist es!

Für Kirchengemeinde zu groß

Viele, die voller Wehmut vom jahrzehntelangen Leben im Leohaus berichten, wissen auch: Die Kirchengemeinde St. Vitus kann das Leohaus, dieses Haus mit der riesigen Fläche, mit alten Heizungsanlagen und nicht isolierten Fenstern, sie kann das Haus nicht halten.
Also muss etwas Neues, etwas kleineres, etwas modernes her, ein Haus, das den heutigen Ansprüchen gerecht wird.
Und so freuen sich alle, auf das Neue, auf das Haus Katharina, und sie werden dabei immer wieder mit Wehmut an das Leohaus zurückdenken.

Maria Niermann