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15.09.10 - Bürger planen Leohaus
Landesförderung möglich

Ruhr Nachrichten

OLFEN. Wenn die Kirchengemeinde das Leohaus aufgibt, soll es für die Bürger der Steverstadt erhalten bleiben. Und es sieht gut aus. Unter dem Titel 'Unser Leohaus' entwickeln Stadt und Vereine zur Zeit Pläne für die Zukunft des Gebäudes.

Daniela Damm von der Stadtverwaltung stellte dem Haupt- und Finanzausschuss in Gesprächen mit Vereinen entwickelte Überlegungen vor. „Der Begriff 'Unser Leohaus' verdeutlicht, was es sein soll", so Daniela Damm. Denn es soll ein Haus von Bürgern für Bürger werden. Denn so bestehe die große Chance, Fördermittel zu erhalten. Die Verwaltung hat bereits Kontakt mit dem Büro „startklar" in Dortmund aufgenommen. Dieses Büro ist mit dem Management des Landesprogramms

„Initiative ergreifen - Bürger machen Stadt"

beauftragt. „Unsere Ideen sind bei den Vertretern gut angekommen", so Daniela Damm. Sie hätten mit glänzenden Augen das Rathaus verlassen.

Im Leohaus können sich Vereine und Stadt eine Mobibiltätszentrale vorstellen. Dort könnten ältere Bürger anrufen, wenn sie zum Beispiel eine Fahrgelegenheit brauchen. Dies könne der Bürgerbusverein übernehmen. Gedacht ist auch an eine Vereinsgeschäftsstelle. „Die bürokratischen Aufgaben der Vereine nehmen immer mehr zu, können kaum noch ehrenamtlich geleistet werden", erläuterte Daniela Damm. Vorstellen könne man sich auch eine Selbsthilfezentrale. So könnten kleinere Arbeiten vermittelt werden.

Das neue Leohaus soll auch weiterhin eine Heimat für viele Vereine sein. Auch ein Saal mit einer Bühne soll zur Verfügung stehen. Im Leohaus verbleiben soll auch der Jugendtreff. Als Gesellschaftsform kommt eine Bürgerstiftung in Betracht. Die Verwaltung hat bereits mögliche Kosten ermittelt. Nach dem Abzug von Zuschüssen und einem Eigenanteil der Stadt müsste ein Stiftungsgeld in Höhe von 180 000 Euro aufgebracht werden. „Die Verwaltung kann sich vorstellen, jeden gestifteten Euro zu verdoppeln", so Daniela Damm. Zudem müssten jährlich rund 15.000 Euro der Betriebskosten erwirtschaftet werden.

Am kommenden Dienstag wird sich die Stadt erneut mit Vertretern der Vereine treffen. Dann sollen die Ideen weiter entwickelt werden. „Die Bürger sollen das Projekt vorantreiben, Stadt wird unterstützen", so Daniela Damm.