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07.08.10 - Ein Haus für alle Olfener
Neues Konzept soll etwas für alle Generationen bieten

Ruhr Nachrichten

OLFEN. Das Leohaus bleibt der Steverstadt erhalten. Es wird das ganz besondere I-Tüpfelchen werden, das allen Bürgern etwa ab dem Jahre 2012 in modernem Ambiente mit neuem Konzept zur Verfügung stehen wird.

Ein Generationenhaus, das „für das Gemeinwesen von ganz großer Bedeutung sein wird", warb Bürgermeister Josef Himmelmann für das 1,4 Millionen Euro teure Projekt.

„Es ist eine Investition in die Gemeinschaft", betonte Himmelmann, der mit dem Beigeordneten Wilhelm Sendermann sowie Landschaftsarchitektin Britta Biermann und Hauptamtsleiterin Daniela Damm im Leohaus das Gespräch mit den Vereinen suchte.

Unterstützung vom Land

Die Stadt versteht sich als „Hebamme", wobei das Engagement der Bürger unverzichtbar ist, führte der Bürgermeister aus. Bis zu 80 Prozent Fördermittel sind möglich. Das Städtebauförderungsprogramm des Landes NRW mit dem klangvollen Titel „Initiative ergreifen" unterstützt bürgerschaftliche Projekte.

„Für uns eine ganz große Chance", so Himmelmann, der sich aus allen Vereinen Aktive wünscht, die als Gruppe bereit sind, an einem Konzept mitzuwirken.

Im nächsten Frühjahr muss der Förderantrag gestellt werden, der dann ein Qualifizierungsverfahren durchläuft. Noch in diesem Monat wird der Vertrag zwischen der Stadt und der katholischen Kirche unterschrieben, in dem die Stadt das Leohaus mit Grundstück erwerben wird. Anfang nächsten Jahres soll der Bebauungsplan für das neue Pfarrheim rechtskräftig werden. Mit der Fertigstellung wird 2012 gerechnet, so dass dann das Leohaus frei wäre für Umbau und Umgestaltungsmaßnahmen.

Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Interesse besteht ebenso an festen Räumlichkeiten, Räume, die sich Vereine teilen, oder sporadische Nutzungen.

Jugendarbeit

Da die katholische Kirche sich aus der offenen Jugendarbeit zurück zieht, möchte die Stadt das Loch auffangen und im Untergeschoss eine Anlaufstelle für Jugendliche betreiben. Für ältere Menschen könnte es ein Selbsthilfezentrum oder eine Mobilitätszentrale geben.

Damit könnte sich der Kreis schließen in einem Städtchen, in dem jedes Alter willkommen ist. Das zumindest waren die Ansätze, die der Bürgermeister vorstellte. Sinnvoll sei ein Büro, das dauernd besetzt wäre. Ob das Leohaus über einen Verein oder eine Stiftung geführt wird, liegt noch im Unklaren. Anfang September findet das nächste Treffen statt. Jeder Verein sollte möglichst mit einem Ansprechpartner vertreten sein. em

 

„Initiative ergreifen"
Programm für bürgerschaftliches Engagement im Gemeinwesen

OLFEN. „Initiative ergreifen" ist ein Programm der Städtebauförderung des Landes Nordrhein-Westfalen, das es seit 14 Jahren gibt. Es verbindet städtebauliche Förderung mit dauerhaftem bürgerschaftlichen Engagement im städtischen Gemeinwesen. Kooperationsfähigkeiten sind hierfür von Bedeutung. Kommunen und Bürgergruppen treffen sich auf gleicher Augenhöhe, um eine neue Form von öffentlich-privater Partnerschaft zu praktizieren.

„Initiative ergreifen" bedeutet, Engagement verbinden mit sozialen, kulturellen, nachbarschaftlichen und städtebaulichen Anliegen. Das Programm wurde 1996 als Impulsprogramm bei der Internationalen Bauausstellung Emscher-Park im nördlichen Ruhrgebiet „erfunden".