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Kirchspiel Vinnum hat schon eine eigene Schule

Kapellchen am Hofe Freitag.  Im Inneren ist ein barockes Ölgemälde des hl. Joseph. (Pfarrarchiv)Innerhalb der Bauernschaft Vinnum gibt es schon seit frühesten Zeiten so etwas wie ein „Dorf". Diese Tatsache hat dazu beigetragen, dass hier - anders als in den übrigen Bauernschaften Olfens - schon vor Jahrhunderten eine kleine Schule eingerichtet wurde.

Vinnum ist kein „Kirchdorf" sondern gehört zum „Kirchspiel" Olfen.

1896 ... 1897 größere Kapelle

Marienkapelle in VinnumEs wird auf Initiative von Josef Horstmann (*08.08.1848 +08.04.1912) und dem Vinnumer Lehrer Bergmann eine größere Kapelle gebaut. Sie wird der Gottesmutter geweiht und „Marienkapelle" genannt.
Von nun an finden Christenlehre und Andacht in der Kapelle statt.

1902 - Altar ist erstellt / Bitte um Benediction

Ein schöner Altar wird in der Kapelle erstellt.

In einem Brief von Heinrich Ostrop an Pfr. August Dirking heißt es:

„Wir haben jetzt in unserer Kapelle einen schönen Altar: also ist die Kapelle mit dem Notwendigsten ausgestattet. Wir bitten um Ihre Hilfe zur Benediction desselben, daß die Hl. Messe darin gefeiert werden kann..."

Altar in der MarienkapelleHeimlichtun

Pfr. Augsut Dirkings Antwort:

Ich muß schweren Herzens, aber wohlmeinend folgendes erwidern: Nach wie vor scheint die heimliche Art des dortigen Vorgehens seltsam. Das Heimlichtun gegenüber den eigenen Geistlichen ist bezeichnend für das Ganze. Von vorneherein habe ich gewarnt...

Kommission zum Bischof

Die Vinnumer schicken eine Kommission, bestehend aus Heinrich Ostrop, Joseph Horstmann und Franz Schürman, zum Bischof.

Urkunde zur Benediction25.10.1906 - Benediction erteilt

Bischof Hermann erteilt die Vollmacht zur Benediction, verbunden mit Auflagen:

- eine Heilige Messe darf an allen Sonn- und Feiertagen gelesen werden - jedoch so früh, dass niemand am Besuch des Hochamtes in der Pfarrkirche in Olfen gehindert wird.

- keine hl. Messe zu den Festtagen

- der Geistliche darf am Vorabend und Morgen vor der hl. Messe die Beichte hören.

- bei Unzuträglichkeiten kann der Gottesdienst untersagt werden

Den Gottesdienst übernehmen die Patres aus Datteln-Meckinghoven und werden dafür bezahlt.

1906 - Kapellenverein gegründet

Der "Kapellen-Verein e.V." wird gegründet.
Der Verein verpflichtet sich, für alle Kosten der Kapelle aufzukommen. (Gottesdienste, Gebäude ...)
66 Vinnumer zahlen jährlich insgesamt 800 Mark.

1921 - Bitte um Unterstützung

Die Vinnumer bitten den Olfener Kirchenvorstand, ihnen etwa 600 Mark für den Unterhalt der Kapelle zu überlassen.
Pfr. Dirking befürchtet aber eine pastorale Verschlechterung, weil die Vinnumer sich der Pfarrei entfremden und sich lediglich mit ihrer Sonntagsmesse begnügen würden.

Olfener Priester übernehmen zeitweise den Gottesdienst.

Pfarrer Franz Roters übernimmt zeitweise den sonntäglichen Gottesdienst, um Kosten für die Patres zu sparen.
In der Kirchenchronik finden sich viele Schriftstücke, die erkennen lassen, dass sich die Vinnumer 'seelsorglich unzureichend' betreut fühlten.

1926 - erster Bischofsbesuch

Bischof Johannes Poggenborg ist der erste Bischof, der Vinnum besucht.
Er genehmigt ein Jahr später die Aufbewahrung der Heiligen Eucharistie in der Marienkapelle.

Die Vinnumer erstellen ein Pfarrhaus1952 - Priesterwohnung

Die Vinnumer bauen eine Priesterwohnung. Das ist die Voraussetzung für einen eigenen Seelsorger in Vinnum.

Pfarrer Wolteringerster Priester Alois Woltering

Pastor Alois Woltering ist bis zu seinem Tod der erste Vinnumer Seelsorger.
06.02.1887 geboren in Nienborg
1912 zum Priester geweiht
1927 Kaplan in Gemen
1952 ständiger Seelsorger in Vinnum
16.04.1960 gestorben in Vinnum

Josef Bovenkerk, Pastor in Vinnum

1960 - Pastor Josef Bovenkerk

Pfr. Niermann versucht, einen dritten Pfarrgeistlichen nach Olfen zu holen und von dort aus den Gottesdienst der Vinnumer Kapelle zu versehen.

Aber: Josef Bovenkerk wird Pastor in Vinnum.
1908 geboren in Mussum
1948 zum Priester geweiht
1948 Kaplan in St. Michael, Wachtendonk
1955 Kaplan in St. Laurentius, Westkirchen
1957 Kaplan in St. Quirinus, Millingen
1960 Pastor in St. Marien, Vinnum
1981 gestorben in Vinnum

1962 - Rektorat

St. Marien Vinnum wird zum seelsorglich selbständigen Rektorat erhoben.

1965 - Kapellenverein löst sich auf

Der Kapellenverein löst sich nach den Vorgaben der Satzung auf.

Seine Grundstücke und die daraufstehenden baulichen Anlagen (Marienkapelle + Priesterwohnung) gehen an die katholische Kirchengemeinde St. Vitus Olfen.

St. Marien Vinnum1967 ... 1968 - Neubau St. Marien Kirche

Die Marienkapelle wird abgerissen.
An der selben Stelle entsteht die heutige Kirche St. Marien.
Diese wird erbaut auf sechseckigem Grundriss mit 340 Sitzplätzen nach einem Entwurf des Dorstener Architekten Manfred Ludes.

Weihbischof Heinrich Baaken weiht die Kirche St. Marien1968 - Kirchweih

Am 8. September 1968 weiht Weihbischof Heinrich Baaken die Kirche St. Marien der heiligen Gottesmutter.

1971 - Kindergarten St. Marien erhält zwei neue Glocken

Kindergarten St. Marien ist eingerichtet. Die Räume gehörten früher zur Haupt- und Grundschule.

1972 - zwei neue Glocken

St. Marien erhält zwei neue Glocken.

1981 - Olfener Priester übernehmen die SeelsorgePfarrer Oskar Müller

Nach dem Tod von Pastor Bovenkerk übernimmt Pfarrer Oskar Müller mit den Priester aus St. Vitus Olfen die Seelsorge.
Pfarrer Oskar Müller wird Rektoratsverwalter in St. Marien Olfen-Vinnum.

1981 - Pastor Wilhelm Jansen Pastor i.R.

Pfr. em Wilhelm Jansen von St. Ludger, Lüdinghausen, übernimmt am Pfr. em Wilhelm Jansen08.11.81 einen großen Teil der seelsorgerischen Aufgaben. Er zieht mit seiner Schwester ins Pfarrhaus Vinnum.
Nach dem Tod seiner Schwester 1987 lebt er als Emeritus in Lüdinghausen und hilft nach Kräften in der Seelsorge mit. Am 13.03.06 feiert er dort sein 65. Priesterjubiläum.

1984 - Taufkapelle

Die Taufkapelle wird neu gestaltet.
Der Taufbrunnen wird in die Mitte gerückt.

1986 - Pfarrheim Pfarrheim St. Marien Vinnum

Das Pfarrheim ist erstellt und wird am 25.05.1986 eingeweiht.
Es dient nicht nur den Vinnumer Gruppen als Tagungs- und Versammlungsraum.

1987 - Gemeindemission

vom 02.-17.05.87 mit dem Oblatenmissionar P. Bernhard Schinke, Aachen
unter Pastor Oskar Müller und Kaplan Berthold Heuberg

2000 - Pfarrer Bernd de BaeyPfarrer Bernd de Baey

Pfarrer Bernd de Baey wird in St. Vitus Olfen Pfarrer und gleichzeitig Rektoratsverwalter in St. Marien Olfen-Vinnum.

2006 - Neugestaltung der Taufkapelle

Der Künstler Johannes Wittstamm aus Lüdinghausen erstellte ein Konzept für die Neugestaltung der Taufkapelle.
Die neu gestaltete Taufkapelle (2006)Die Holzlamellen wurden entfernt. Nun führt ein 3-teiliges Geländer in den Raum.
Johannes Wittstamm erwarf den sich öffnender Osterleuchter und eine Steele für die heiligen Öle. Beide wurden von der Fa. Stratmann, Essen, erstellt.
Zwischen diesen beiden Säulen steht ein neuer Taufstein. Der neue Taufstein stammt aus den 30er Jahren und stand zuvor als Weihwasserstein an der Heiligkreuzkirche in Dülmen. Diese wurde renoviert und daher wurde der Stein nicht mehr gebraucht. Auf Vermittlung von Jutta Kasberg und nach Rücksprache mit dem Bistum wurde der Stein nach St. Marien gebracht und dient hier als Taufstein.

In den Fenstern der Taufkapelle ist der Kreuzweg dargestellt. Hierzu liegen kleine Gebetshefte mit Betrachtungen und Gebeten zu den Kreuzwegstationen aus.

2006 - Rückführung

Bischof Reinhard Lettmann sagt zur Gemeindestruktur:
- sinkende Gläubigenzahlen
- weniger Taufen und Trauungen
- zurückgehende Kirchensteuereinnahmen
- überzählige Kirchengebäude und
- wachsender Priestermangel
zwingen unsere Kirche, ihre künftige Struktur zu ändern.

Er sieht im Zusammenschluss bisher selbstständiger Gemeinden als den besten Weg, mit
- einem Seelsorgeteam
- einem Kirchenvorstand
- einem Pfarrgemeinderat
eine zukunftssichere Gemeindestruktur.

Die beiden Gemeinden St. Vitus Olfen und St. Marien Vinnum erfüllen diese Voraussetzungen:
- seit 1981 ein Seelsorgeteam
- seit 2001 ein Seelsorgerat
- seit vielen Jahren eine Sakramentenvorbereitung

Am 26.11.2006 (Christkönigs-Sonntag) begehen beide Gemeinden die Fusion in einer Andacht in St. Vitus.
Am 6./7. Januar 2007 wählt die 'neue' Gemeinde ihren Kirchenvorstand.

Grundlagen

Gemeinsam Gemeinde sein
Die Gemeindezusammenführung von St Vitus Olfen und St. Marien Vinnum wird nach vielen durchaus fruchtbaren Diskussionen in den verschiedensten Gremien nun bald Wirklichkeit.

Termin für die Rückführung
Die Steuergruppe hat als Termin für die Rückführung der Gemeinde St. Marien in die Gemeinde St. Vitus den 26.11.2006 festgelegt. Es ist der Christkönigssonntag, der den Abschluss des Kirchenjahres bildet.
Traditionell findet an diesem Sonntag in Olfen die Eucharistische Anbetung statt. Nach der Schlussandacht wird es eine Begegnung der Mitglieder beider Gemeinden im Leo-Haus geben.

Juristische Rückführung
Juristisch erfolgt die Rückführung zum 01.01.07, zu diesem Termin werden die Haushalte beider Gemeinden zusammengelegt.

Auswirkungen auf die Gemeinden
Bei der Rückführung bleibt die Kirchengemeinde St. Vitus bestehen.
Das Gemeindegebiet und Vermögen der Kirchengemeinde St. Marien geht in St. Vitus auf.
Die Mitglieder von St. Marien werden zu Mitgliedern von St. Vitus.
Die Vinnumer Kirche behält ihren Namen St. Marien und wird in eine Filialkirche umbenannt, wo auch weiterhin wie gewohnt Gottesdienste stattfinden.
Vereine und Verbände sind von der Rückführung nicht betroffen.
Nach der Rückführung gibt es nur noch einen Kirchenvorstand, der im November 2006 gewählt wird.
Der jetzige Seelsorgerat wird in der neuen Pfarrei zum Pfarrgemeinderat.

Genehmigung durch den Bischof
Die Kirchenvorstände und der Seelsorgerat werden demnächst die Rückführung beim Bischof offiziell beantragen, der über die Neuordnung der Kirchengemeinden entscheidet.

Zukunftsaussichten
Die neue Pfarrei wird etwa 7.700 Mitglieder haben.
Das Bistum geht auf Dauer von Pfarreigrößen zwischen 12.000 und 17.000 Mitgliedern aus.
Eine Zusammenarbeit mit benachbarten Gemeinden im Hinblick auf weitere Verbindungen wird auf Dauer eine wichtige Aufgabe der neuen Gesamtkirchengemeinde sein.
Bei allen „technischen" Fragen zur ihrer Struktur sind Gemeinden in erster Linie Einheiten, in denen alle haupt- und ehrenamtliche Kräfte die Seelsorge gemeinsam angehen müssen.
Auch wir in St. Vitus und St. Marien wollen gemeinsam Gemeinde Jesu Christi sein und praktizieren schon viele Jahre Gemeinsamkeit auf dem Weg der Christusnachfolge. So ist der Schritt zu einer Gesamtkirchengemeinde letztlich eine Bestätigung einer langjährigen guten Zusammenarbeit in den verschiedensten Ausschüssen und Gremien.

Unseren Glauben festigen
In der neuen Pfarrgemeinde St. Vitus wird es zukünftig darum gehen, diesen Weg fortzusetzen. Uns selbst im Glauben festigen, andere an den Glauben heranführen, die gemeinsame Feier des Glaubens gestalten und im Engagement für die Armen und Bedürftigen nicht nachlassen werden Inhalte sein, auf die es in Zukunft immer mehr ankommt.
Wirkliche Gemeinschaft im Glauben zu erfahren ist ein kostbares Geschenk, das wir letztlich Christus selbst verdanken, der die Mitte unseres Glaubens ist.

Maria Sanning

Nach 46 Jahren kehrt die Vinnumer St. Marien-Gemeinde zu ihrer Mutterpfarrei St. Vitus zurück.

Pastöre in Vinnum
Pfarrer Woltering und danach Pfarrer Bovenkerk blieben die einzigen Pastöre, die ihren Wohnsitz in Vinnum neben der St. Marien-Kirche im Pfarrhaus hatten.
Nach dem Tod von Pfarrer Bovenkerk kam Pfarrer Wilhelm Jansen, der vorher in Lüdinghausen St. Ludger als Pfarrer tätig gewesen war, als Pensionär nach Vinnum. Pfarrer Oskar Müller wurde zu diesem Zeitpunkt bereits Pfarrverwalter von St. Marien. Nach dem Tod seiner Schwester, die den Haushalt geführt hatte, zog Pfarrer Wilhelm Jansen wieder nach Lüdinghausen zurück.
Seit 1987 sind die Seelsorger von St. Vitus damit zugleich für die St. Marien-Gemeinde in Vinnum zuständig gewesen.

Zusammenarbeit wächst
Bereits vor dem Amtsantritt von Pastor Bernd de Baey im Oktober 2000 hatte Kaplan Jochen Reidegeld die Messdienerleiterrunden beider Gemeinden zusammengeführt. So waren die Jugendlichen die ersten, die beispielhaft vorlebten, dass eine engere Verbindung zwischen beiden Gemeinden durchaus viele gute Seiten für beide Partner hat.
Die Pfarrgemeinderäte von St. Vitus und St. Marien beschlossen schließlich, einen gemeinsamen Seelsorgerat zu bilden.
Auch die Kirchenvorstände nahmen in der Folgezeit engeren Kontakt miteinander auf, um bestimmte Fragen gemeinsam einer Klärung zuzuführen. Vor allem die schwierige finanzielle Situation des Bistums führte zu intensiveren Gesprächen über eine Rückführung nach Olfen.

Haushalt nicht ausgeglichen
Seit 2 Jahren konnte der Haushalt der Kirchengemeinde St. Marien nicht mehr ausgeglichen werden, da die Zuschüsse aus Münster für kleinere Gemeinden erheblich gedrosselt wurden. Konnte das entstehende Defizit in den Vorjahren noch über Rücklagen der Kirchengemeinde aufgefangen werden, so war doch allen klar, dass dieser Weg in Zukunft nicht weiter beschritten werden konnte.

Verfügung des Bischofs
Einvernehmlich beschloss man daher in den Gremien die jetzt erfolgende Rückführung und stellte an den Bischof von Münster Dr. Reinhard Lettmann einen entsprechenden Antrag. Der Bischof verfügte daraufhin, dass am Christkönig-Sonntag, 26.11.06 die Pfarrgemeinde St. Marien zu existieren aufhört und in die Pfarrgemeinde St. Vitus wieder eingegliedert wird. Die Vinnumer St. Marien-Kirche bleibt als Filialkirche erhalten. Das Vinnumer Pfarrheim, die Gottesdienstzeiten und das rege kirchliche Vereinsleben bleiben unberührt von diesem Rechtsakt.

neuer Kirchenvorstand
Am 6. und 7. Januar wird in Olfen und Vinnum ein neuer Kirchenvorstand gewählt, dem Olfener und Vinnumer Katholiken angehören werden. Pastor Bernd de Baey ist mit den Kirchenvorständen zuversichtlich, miteinander in eine gute Zukunft gehen zu können. Manches lieb gewordene werden wir aufgeben müssen, weil wir es uns in Zukunft nicht mehr werden leisten können, so Pfarrer Bernd de Baey. Aller Orten zeigt es sich, dass Bewegung in das kirchliche Leben kommt, die auch mit viel Unruhe verbunden ist. Doch gibt es auch viel Zuversicht mit Blick auf die Chancen und neuen Möglichkeiten, die solche Veränderungen auch immer freisetzen.

Schlussandacht mit Weihbischof Dr. Voß
Am Christkönigs-Sonntag ist es seit vielen Jahren der Sonntag der eucharistischen Anbetung. Um 15 Uhr treffen sich die Familien mit Kindern, insbesondere auch die Erstkommunionkinder, zu einer Andacht mit Prozession in der St. Vitus-Kirche. Daran schließen sich stille bzw. gestaltete Betstunden an. Um 18 Uhr beginnt die feierliche Schlussandacht in der Pfarrkirche St. Vitus. Diesem Gottesdienst wird Weihbischof Dr. Josef Voß vorstehen, der auch die Predigt halten wird.
In dieser Schlussandacht wird zugleich die Rückführung von St. Marien begangen.

Empfang im Leohaus
Daher findet auch im Anschluss an den Gottesdienst ein Empfang für alle Gemeindemitglieder im Leohaus statt. Nicht nur die Vertreterinnen und Vertreter der kirchlichen Vereine und Verbände sind zu diesem Treffen eingeladen, sondern der Seelsorgerat legt großen Wert darauf, dass dies eine Begegnung aller Gemeindemitglieder aus Olfen und Vinnum sein wird. Kirchenvorstände und Seelsorgerat laden gemeinsam mit Pastor Bernd de Baey und dem Pastoralteam herzlich ein.

11.10.2005 - Erklärungen von Pfarrer Bernd de Baey

St. Marien Vinnum wurde 1964 ein selbstständiges Pfarrrektorat. Nach über 40 Jahren wird die Gemeinde wieder in die Kirchengemeinde St. Vitus Olfen eingegliedert - die Vinnumer Kirche behält ihren Namen St. Marien.

Schritte auf dem Weg zur Fusion

Seit Ende 2004 berät eine Steuergruppe, bestehend aus Mitgliedern beider Kirchengemeinden, über die Frage der Zusammenführung.
Am 27.10.05 fand im Pfarrheim in Vinnum eine Versammlung unserer Gemeinden statt, bei der die Fusionspläne beraten wurden.
Die Fusion begehen beide Gemeinden in einer Andacht am 26.11.06 (Christkönigs-Sonntag) - zeitnah zu den gemeinsamen Kirchenvorstandswahlen.

Bischof Reinhard Lettmann zur Gemeindestruktur
Sinkende Gläubigenzahlen, weniger Taufen und Trauungen, zurückgehende Kirchensteuereinnahmen, überzählige Kirchengebäude und wachsender Priestermangel zwingen unsere Kirche, ihre künftige Struktur zu ändern. Mitte vergangenen Jahres hat Bischof Reinhard Lettmann den Zusammenschluss bisher selbstständiger Gemeinden als „den besten Weg“ zu einer zukunftssicheren Gemeindestruktur bezeichnet - mit einem Seelsorgeteam, einem Kirchenvorstand und einem Pfarrgemeinderat.

Struktur der Gemeinden
Die meisten der von Bischof Reinhard Lettmann genannten Voraussetzungen erfüllen unsere Gemeinden St. Vitus und St. Marien seit langem:
- sie haben ein Seelsorgeteam, das für beide Gemeinden zuständig ist
- sie haben seit 2001 einen Seelsorgerat, der aus Mitgliedern beider Gemeinden besteht
- sie haben seit Jahren eine gemeinsame Sakramentenvorbereitung

Straffung der Gremien
Am 5./6. November diesen Jahres wurde ein neuer Seelsorgerat gewählt, der nach der Fusion ein Pfarrgemeinderat ist.
Nach der Zusammenführung gibt es nur noch einen Kirchenvorstand.
Lebendige Aktivitäten und Gruppen unserer Gemeinden bleiben auch in Zukunft weiter bestehen.
Aber es kann sinnvoll sein, vor Ort eigene Ausschüsse zu bilden, um so den Anliegen der Gemeindemitglieder besser gerecht zu werden.

Sparmaßnahmen und ihre Folgen
Es ist mit weit reichenden Sparmaßnahmen des Bistums zu rechnen. Sie betreffen unter anderem die Bezuschussung der Versammlungsflächen (Leohaus in Olfen, Pfarrheim in Vinnum) und die Kindergärten.
Die Schlüsselzuweisungen für Seelsorge und Verwaltung werden gekürzt.
Durch die Zusammenführung unserer beiden Gemeinden können die finanziellen Zuwendungen bedarfsorientierter eingesetzt werden.

Flyer 'Gemeinsam in die Zukunft'
Die Steuergruppe hat ein Flyer erstellt, in dem die Fusion detailliert beschrieben wird.
Es liegt in den Kirchen, Kindergärten, Büchereien und Kassen aus.