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Zu Ostern 2012 schreibt Sr. Mathilde

Liebe Missionsfreunde und Wohltäter: …

Jetzt stehen wir unmittelbar vor dem Osterfest und ich möchte dieses Fest nicht vorbeigehen lassen, ohne Ihnen meine Verbundenheit und meinen Dank für alle Unterstützung der verschiedenen Aufgaben unserer Ordengemeinschaft hier in Perú auszusprechen.

Für viele ist Ostern vielleicht ein schönes Familienfest mit lieben Gewohnheiten. Für uns Christen ist es das Fest unseres Glaubens, weil wir die Auferstehung Jesu feiern, die uns „das neue Leben gebracht hat“. Der hl. Paulus schreibt: wäre Christus nicht von den Toten auferstanden, wäre nichtig unser Glaube (dfr. 1 Kor. 15,14). Ostern hat also mit Leben zu tun, mit neuem Leben. Wir denken sicherlich an das Leben nach dem Tode, aber das neue Leben sollte bereits hier beginnen.

Heute wird viel über das Leben gesprochen und es wird viel getan, Leben zu verlängern, zu „verschönern“, nützlicher zu machen; aber wir erfahren auch täglich, wie wenig das Leben geschätzt wird: Leben wird vernichtet, Leben wird geschändet, Leben wird missbraucht, Leben wird nicht oder kann sich nicht entwickeln, usw. Die Nachrichten und Zeitungen sprechen täglich davon.

Jesus ist gekommen, um uns Leben und Leben in Fülle zu bringen (dfr. Joh. 10.10). Als Christen, als Nachfolger Jesu und als Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu, sind auch wir gerufen, Leben zu schenken und „Leben in Fülle“. Wir versuchen dieser Berufung treu zu bleiben und diesen Auftrag zu erfüllen, in dem wir uns den Menschen widmen und auf verschiedene Weise helfen, direkt oder mit Unterstützung anderer.

Heute möchte ich Ihnen von 12 Mädchen berichten, die im Heim der Barmherzigen Schwestern in Puente Piedra, Lima wohnen, dort ein zuhause finden und die Schule der Schwestern besuchen. (…). Alle Mädchen kommen aus zerrütteten Familien, werden zuhause vernachlässigt und – was schlimmer ist – laufen Gefahr, missbraucht zu werden. Da unsere Ordensgemeinschaft hier in Peru kein eigenes Mädchenheim hat, haben wir die Barmherzigen Schwestern um Aufnahme für diese Mädchen gebeten.

Wir kommen für die Unkosten auf, genauer: unsere Wohltäter, zu denen auch Sie gehören, und Schw. Maria Ester ist die Bevollmächtigte der Mädchen. Sie besucht diese Mädchen von Zeit zu Zeit, schaut nach deren Wohlbefinden, Erfolge oder Misserfolgen in der Schule und führt mit ihnen Gespräche. – Ohne Ihre Unterstützung wäre diese Hilfe nicht möglich.

Wie in den vergangenen, so sind auch im letzten Jahr Spendengelder in folgende Projekte geflossen:

  • „Comedore“ (Mittagessen für arme Kinder und alte Leute);
  • Schul- und Studiengelder für notdürftige Kinder und Jugendliche;
  • Schulbücherei und Nachhilfestunden für Schüler;
  • Unterstützung von alleinstehenden Müttern, armen Familien, Kranke und Hilfsbedürftige.
Wir konnten dadurch Leben schaffen und Leben fördern. Das wiederum schenkt uns und sicherlich auch Ihnen „Leben“ und tiefe, echte Osterfreude und Frieden.
Herzlichen Dank für alle Hilfe und Unterstützung und möge der Auferstandene Sie segnen und ein schönes Osterfest gewähren.
Es grüßen Sie die Missionsschwestern vom Hlst. Herzen Jesu, besonders
Sr. Mathilde