St. Vitus Logo

06.07.08 -  Schwester Mathilde Vossmöller berichtet aus dem Hilfsprojekt in Peru
Ruhr Nachrichten vom 11.07.08

„Den Glauben fühlt man"

OLFEN -"Unsere Sorge gehört derzeit den Erdbebenopfern," berichtete Schwester Mathilde Vossmöller in der Messe in St. Vitus. Sie hielt sich kurze Zeit in Olfen auf, um auch den Sternsingern für die Unterstützung an vielen sozialen Projekten zu danken.

"Ohne diese Hilfe hätten die Menschen die konkrete Not nicht überwinden können," sagte sie. Vor fast einem Jahr wurde das Gebiet in Peru, wo Schwester Mathilde tätig ist, von einem schweren Erdbeben, betroffen. "Viele sind verletzt und haben keine eigenen Mittel für eine soziale Eingliederung". Durch die Spenden würde diesen Menschen medizinische Hilfe zuteil. Auch beim Aufbau der Häuser werde geholfen. "Wir stehen ihnen bei den Alltagssorgen bei". Nach elf Jahren Tätigkeit in der Dominikanischen Republik wurde sie nach Peru berufen, wo sie einmal für elf Jahre in Peru zur Provinzoberin gewählt tätig. In ihrer Missionsarbeit wurde. Ganz unbekannt ist ihr das südamerikanische Land nicht, denn vor ihrer Tätigkeit in der Dominikanischen Republik was sie schon einmal für elf Jahre in Peru tätig. In ihrer Missionsarbeit wird sie von 55 Schwestern des Ordens der Hiltruper Missionsschwestern unterstützt. Dabei sieht sie heute andere Formen der Missionsarbeit, als noch vor 35 Jahren, als sie ihr Gelübde ablegte. Doch das Anliegen bliebe dasselbe. "Den Glauben hat man nicht vom Hören, man muss ihn fühlen können," meinte sie. Nur in mitmenschlichen Beziehungen, in Hinwendungen zum Einzelnen erführe man den Glauben.

In ihre neue Aufgabe ist sie langsam hineingewachsen. "Mein Beruf ist kochen," lachte sie, "aber wie sollte ich in einem Büro kochen?" Durch viele Schulungen und Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen und Verbänden hätte sie "so viel gelernt, wie nie". Administrative und organisatorische Aufgaben würden jetzt auf sie zukommen. "Mit Ihrer Hilfe haben auch Sie Missionsarbeit geleistet," wandte sie sich an die Gemeindemitglieder mit einem großen Dank für die Unterstützung.

Aps