St. Vitus Logo

Die Gruppenbegleiterinnen der Kommunionkinder 2014Erstkommunionvorbereitung 2014

„Ich bin da, wo du bist“
Leitwort der Erstkommunionvorbereitung dieses Jahres

Sa, 15.02.14 - Begegnungsnachmittag

Das Team vom Katecheseausschuss Erstkommunion llädt am Samstag (15.02.14) alle Kommunionkinder ein zu einem Begegnungsnachmittag im Haus Katharina.

Die Kinder, die sonst in kleinen Gruppen auf die Erstkommunion vorbereitet werden, können sich hier als große Gemeinschaft erfahren und sich gemeinsam mit ihrem Kommunionthema beschäftigen.

In drei verschiedenen Workshops machen sich die Kinder mit dem Wort Jesu vertraut, der von sich sagt: "Ich bin der gute Hirt" (Joh 10,11). Die Kinder werden mit Unterstützung vieler engagierter Eltern Hirtenstäbe schnitzen und verzieren, Wolle filzen und daraus kleine Schmuckstücke wie Armbänder herstellen, sie werden mit biblischen Erzählfiguren den Psalm 23 lebendig werden lassen und sie werden neben anderen Kommunionliedern vor allem ihr Mottolied für die Kommunionfeier einüben.

Ferner wird an diesem Nachmittag jemand von der katholischen Nachrichtenagentur da sein und einen Filmbeitrag produzieren. Seit Jahren ist der Katecheseausschuss in Kontakt mit dem Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und nutzt deren Materialien für die Erstkommunionvorbereitung. Nun soll über die Kommunionvorbereitung in unserer Gemeinde ein kleiner Film entstehen, der im Zusammenhang mit der Erstkommunionaktion des Bonifatiuswerks im Internet veröffentlicht wird.

Der Katecheseausschuss freut sich auf einen ereignisreichen Nachmittag.


 

73 Kinder bereiten sind in Gruppen mit ihren Katechetinnen auf das Fest der ersten Heiligen Kommunion vor.

Der gute HirteDas Leitmotiv stellt uns das Bild vom „Guten Hirten“ vor Augen, das uns an verschiedenen Stellen in der Bibel begegnet:

- im Gleichnis vom verlorenen Schaf (Mt 18, 12-14),
- in den Bildworten vom Hirten und von den Schafen (Joh 10, 1-5 und Joh 10, 11-17) und
- im Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen. Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.“ (Ps 23,1-2)

Gott einen Namen geben

Wenn es in der religiösen Erziehung von Kindern darum geht, ihnen ein Bild von Gott zu vermitteln, dann sollen sie erfahren können: Gott ist immer für mich da. Auf ihn kann ich mich verlassen. Gott ist wie ein Hirte, der sich um mich kümmert und mich beschützt, wenn mein Leben von Angst und Überforderung bestimmt wird.

Der Name „Guter Hirte“ ist unter den vielen Namen, die die Bibel dem lebendigen Gott als Bilder zum Begreifen seiner Güte und Barmherzigkeit gegeben hat, wohl einer der bildhaftesten. Zu den schönsten und bekanntesten Gebeten gehört der Gesang Davids in Psalm 23.

Damit wird die Erfahrung des Volkes Israel ausgedrückt, dass Gott derjenige ist, der den Menschen alles zum Leben schenkt und den notwendigen Schutz des Lebens bietet.
Für die Menschen der frühchristlichen Gemeinden war es in der Zeit der Bedrängnis ein trostreiches Bild, sich vom Guten Hirten beschützt und geborgen zu fühlen. In der christlichen Kunst ist der Hirte mit dem verlorenen Schaf auf den Schultern die älteste Christus-Darstellung. Sie vermag die Menschen bis heute anzusprechen.

Das Bild vom Guten Hirten

Warum ist das so? Das Bild vom Hirten inmitten seiner Herde vermittelt eine Harmonie, die im Kontrast zu den disharmonischen Erfahrungen unseres Alltags heilsam und beruhigend wirkt. Auch Kinder sind nicht selten Opfer der überfordernden und beängstigenden Vielfalt unserer Zeit – umso wichtiger ist es, ihnen positive Bilder an die Hand zu geben, die ihnen helfen im hektischen Lärm unserer Tage Ruhe zu finden.

In der Entstehung der christlichen Gemeinden wurde die Symbolik der Hirten-Vorstellung auf die Leiter der Kirche übertragen. Die Bischöfe sollen wie die Hirten auf die „Kirche Gottes“, seine Herde, achtgeben und für sie sorgen.

Bezugnehmend auf dieses Bild richtete Papst Franziskus kürzlich einen Appell an alle Priester, als Hirte für andere da zu sein. Der Krummstab der Bischöfe und Äbte erinnert übrigens noch heute an den Hirtenstab.

Verantwortung übernehmen

Fürsorge und Schutz bedeuten die Übernahme von Verantwortung, schließen allerdings auch ein diesbezügliches Versagen mit ein. So stellen sich  Fragen nach dem richtigen Verständnis von Leitung und Führung:

  • Welche Eigenschaften hat ein „Guter Hirte“?
  • Welchen „Hirten“ können wir vertrauen?
  • Was macht eine Person, die Verantwortung trägt, aus?

Diese Fragen berühren nicht nur innerkirchliche Verhältnisse, sondern  das Verhältnis der Menschen untereinander, in der Familie, im Beruf und in der Gesellschaft. Es geht um eine Kultur des Vertrauens, die immer wieder im menschlichen Zusammenleben gepflegt werden muss.

Grundhaltung unserer Gemeinde

Das Bild von Jesus als dem „Guten Hirten“ sagt:

Die Wertschätzung und Fürsorge Gottes gelten gegenüber jedem Menschen, mag er noch so klein und krank, noch so schwach und schwierig sein. Wer heute in der Aufgabe steht, für andere verantwortlich tätig zu sein, sollte seine „Schafe“ kennen (mit Namen);

er hat ein persönliches Interesse an ihnen, denn sie sind ihm nicht egal, und er wendet sich auch dann nicht ab, wenn sie einen eigenen Weg gehen.

Wertschätzung

Bringen wir unsere Wertschätzung den Kommunionkindern und ihren Eltern gegenüber dadurch zum Ausdruck, dass wir sie auf dem Weg zur ersten Heiligen Kommunion mit unserem Gebet begleiten. Beten wir um eine menschenfreundliche Grundhaltung in unserer Gemeinde, damit sie ihrer Hirtenaufgabe gerecht wird, die in der Fürsorge für die Schwachen und Bedrängten besteht.

Maria Sanning

Fotoreihe: Peter Dördelmann

Elterntreffen im Haus KatharinaDie Gruppenbegleiterinnen bei der Vorbereitung im Pfarrheim VinnumKommuniontisch in St. VitusKommuniontischKommuniontisch

 


Während der Dankgottesdienste der Erstkommunionkinder wurden in St. Vitus 1.052,79 € und in St. Marien 302, 72 € von den Kindern gespendet. Das Geld geht je zur Hälfe an die Kinderheilstätte Nordkirchen mit dem Stichwort „Sonnenpatenschaft“ und an den Caritasverband des Kreises Coesfeld mit dem Stichwort „Prima Kostenstelle 4000“.

Den großzügigen Kindern ein herzliches Dankeschön!

Dankschreiben