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KrankensalbungKrankensalbung - was ist das?

"So krank bin ich doch nicht!“ – solche oder ähnliche Aussagen hört man manchmal von Kranken, wenn sie ein Seelsorger auf den Empfang der Krankensalbung anspricht.

Dahinter steckt die Auffassung, es handele sich um eine Art Todesweihe, "Letzte Ölung", wie man früher gesagt hat.

Das II. Vatikanische Konzil hat versucht, der Krankensalbung seine ursprüngliche Bedeutung wiederzugeben durch die Erneuerung des Ritus und der Gebete. Allerdings muss sich die Einstellung der Menschen dazu noch ändern.

Durch die Reformen beim II. Vatikanum ergaben sich bei der Krankensalbung folgende Änderungen:

- die Namensänderung: es heißt jetzt "Krankensalbung"
- Spendung bei ernster Krankheit und nicht erst in Todesgefahr
- mehrmalige Spendung in ein und derselben Krankheit,
- wenn eine Verschlechterung eintritt
- weniger Salbungen am Körper des Kranken
- Gebete, die an die Situation des Kranken anzupassen sind
- alle Gebete werden in der Muttersprache gesprochen

Die Grundform der Krankensalbung hat also nicht den Sterbenden im Blick, sondern den Kranken!

Die Teilnahme der Gläubigen ( z.B. Verwandte ) ist vorgesehen. Der Priester verwendet das vom Bischof in der Karwoche während in der sogenannten Chrisammesse geweihte Öl.

Die ganze Feier hat eine klare Struktur. Sie teilt sich ein in:

- Eröffnung
- Wortgottesdienst
- Feier der Salbung
- Krankenkommunion (wenn gewünscht)
- Abschluss