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Christoph PotowskiEine gute Zeit geht zu Ende
Christoph Potowski verlässt zum Aschermittwoch 2013 die Gemeinde St. Vitus Olfen

Pfarrgemeindebrief 'Gemeinsam unterwegs 2012'

Hier noch einmal kurz zur Erinnerung: der 27-jährige Christoph Potowski ist seit Juni 2010 als Priesteramtskandidat Teil unserer Gemeinde und wurde am 22.04. 2012 in Münster von Bischof Dr. Felix Genn zum Diakon geweiht.

Sabine Roark, Redaktionsmitglied vom Ausschuss Gemeinsam unterwegs führte ein Interview mit Christoph Potowski.

Herr Potowski, wie ist der momentane „Stand der Dinge“ in Ihrer Ausbildung? Was hatte es z.B. am Wochenende des 20./21. 10. 12 mit der sog. Predigt-Übung auf sich?
Diese Übung ist ein mehrmals wiederkehrender Teil meiner Ausbildung, den alle angehenden Priester durchlaufen. Es sind sozusagen Probepredigten, die mir die Möglichkeit geben, regelmäßig ein Feedback zu erhalten, um mich beim Predigen weiterzuentwickeln.

Als sogenannter Durchgangs-Diakon habe ich genau die gleichen Aufgaben wie der ständige Diakon, wie z.B. Taufen, Trauungen, Beerdigungen und den Predigtdienst, sowie bestimmte Dienste während einer Messe.

Wie geht es mit Ihrer Ausbildung weiter und wann werden der Abschluss und die Priesterweihe sein?

Ich werde jetzt noch bis Aschermittwoch 2013 in Olfen bleiben und dann wieder ins Priesterseminar nach Münster gehen. Während dieser Zeit werde ich auf spezielle priesterliche Dienste wie die Beichte und die Heilige Messe vorbereitet werden, aber auch theoretische Themen lernen.
An Pfingsten 2013 findet dann im Dom zu Münster die Priesterweihe statt.

Was wird dann der nächste Schritt auf Ihrem Weg sein?
Nach der Priesterweihe an Pfingsten bin ich dann noch einmal in Olfen, denn hier findet meine Primiz statt, d.h. ich halte meine erste Heilige Messe. Danach werde ich dann irgendwo im Bistum Münster für ca. vier bis fünf Jahre eine Stelle als Kaplan antreten. Wohin es mich führen wird, erfahre ich selbst erst kurz vor der Weihe.

Wie hat es Ihnen in Olfen und unserer Gemeinde gefallen?
Ich war und bin sehr gerne hier. Die Zeit in Olfen war sehr gut für mich, denn ich konnte unglaublich viel lernen – zum einen natürlich durch Pastor Bernd de Baey und das Seelsorgeteam, aber auch durch die Gemeindemitglieder; besonders durch die unterschiedlichen Gruppierungen in der Gemeinde und die vielen Begegnungen mit ihnen.

Ich empfinde St. Vitus als eine sehr lebendige Gemeinde und es hat mir einfach Freude gemacht, mit den Menschen ihre vielfältigen Lebenssituationen teilen zu können, u.A. indem ich sie bei Taufen, Trauungen oder Beerdigungen begleiten durfte.

Gibt es Etwas, das Ihnen besonders in Erinnerung bleiben wird?
Beeindruckt hat mich der sehr starke Zusammenhalt in der St. Vitus Gemeinde aber auch in der Stadt Olfen.
Besonders behalte ich aber die Zeit mit drei Gruppierungen  in Erinnerung. Das sind zunächst die Messdiener und besonders die geniale Gemeinschaft der Leiterrunde. Der Erstkommunion-Ausschuss, in dem ich mitwirken konnte, ist eine weitere Gruppe, die mich durch ihr Engagement und ihr Glaubenszeugnis bereichert hat.

Aber auch die vielen Begegnungen, bei denen ich mit Menschen den Glauben teilen konnte, haben mich immer wieder sehr bereichert. Hier ist besonders der Friedensgebetskreis zu nennen.

Wie würden Sie Ihre eigene Entwicklung beschreiben?
Die Zeit in Olfen hat mich persönlich sehr viel weiter gebracht in meiner eigenen Entwicklung und mich auf meinem Weg, Priester zu werden, bestärkt. Die Menschen hier sind zum Glück sehr direkt und halten auch mit konstruktiver Kritik nicht hinterm Berg.

Ich bin dankbar dafür, dass die Olfener mich in den letzten zwei Jahren mit getragen und ertragen haben. Dankbar bin ich aber auch dafür, dass ich hier in Olfen den Glauben mit den Menschen teilen und leben durfte und erfahrbar wurde, dass Gott es ist, der uns und unser Leben begleitet.

Wenn ich nun Olfen verlassen werde, dann schaue ich auf eine gute Zeit zurück. Der Abschied wird mir nicht leicht fallen.
Den Menschen hier in Olfen wünsche ich weiterhin Gottes Segen und den Mut, ihren Glauben zu leben und zu bekennen.

Ein Wort zum Schluss: DANKE!!!

Herr Potowski, vielen Dank für dieses Gespräch. Wir wünschen Ihnen Gottes Schutz und Segen für Ihre Zukunft und hoffen, dass Sie Ihr Weg noch oft nach Olfen führen wird.

Sabine Roark