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Reuter vor der WolfhelmschuleSeine Tür ist immer offen
Ruhr Nachrichten vom 12.05.10

Martin Reuter ist neuer Pastoralreferent der Gemeinde St. Vitus und auch Schulseelsorger

OLFEN • Die letzte Umzugskiste steht zwar noch unausgepackt im Büro von Martin Reuter, doch der 31-Jährige freut sich sehr auf seine neue Aufgabe. Seit dem 1. Mai ist er der neue Pastoralreferent der Gemeinde St. Vitus. Über seinen Weg zur Kirche und seine künftigen Aufgaben sprach RN-Redakteur Malte Woesmann mit ihm.

Herr Reuter, das Büro und die Wohnung in Olfen sind bezogen, wie hat es Sie nach Olfen verschlagen?

Reuter: Ich wollte nach meiner letzten Station in Hamm Bockum-Hövel etwas Neues machen. Da Olfen seit dem Weggang von Jutta Kasberg vor zwei Jahren ohne Pastoralreferenten war, war die Stelle hier frei. Ich habe auch nur einen Tag überlegt, als mir die Stelle hier angeboten wurde.

Und wie sind Sie allgemein zur Kirche gekommen? Wann reifte der Entschluss, Pastoralreferent zu werden?

Reuter: Das war schon während meiner Messdienerzeit in Selm. Damals war meine Heimatgemeinde St. Ludger lange Zeit ohne Pastoralreferenten. Zusammen mit anderen Messdienern habe ich da einige Aufgaben übernommen, die ein Pastoralreferent üblicherweise macht. Nach acht Jahren hauptberuflich in der Kirche kann ich auf jeden Fall sagen, es ist einer der schönsten Berufe, die es gibt.

Woran machen Sie das fest?

Reuter: Aus den Erfahrungen, die ich in den verschiedenen Stationen vor Olfen gemacht habe. Prägend war vor allem Dingen für mich meine Zeit in Südafrika. Für ein halbes Jahr war ich dort 2008 in der deutschsprachigen katholischen Gemeinde tätig. Da habe ich gesehen, wie Kirche in einem fremden Umfeld sein kann. Ich habe dadurch eine enorme Offenheit mitgenommen.

Wie sehen Ihre Aufgaben in Olfen aus?

Reuter: Ich habe hier sozusagen zwei halbe Stellen. Neben der allgemeinen Seelsorge bin ich aber auch in der Schulseelsorge als Ansprechpartner tätig.

Wie sieht das aus?

Reuter: Ich habe ein eigenes Büro in der Gesamtschule. Ich bin für Schüler aber auch für Lehrer als Ansprechpartner da. Ich überlege auch, eine AG anzubieten. Wie das aussieht, steht aber noch nicht fest. Erst einmal muss ich mich bei den Schülern und Lehrern vorstellen.

Aber in der Gemeinde sind Sie natürlich auch tätig.

Reuter: Ja, in Gottesdiensten werde ich natürlich auch Predigten halten. Die Arbeit in der Schule wird am Anfang aber Priorität einnehmen, weil dies ja ein komplett neues Projekt für die Kirche ist. Meine Tür hier im Pfarrbüro steht aber immer offen. Ansonsten will ich mich der Jugendarbeit, zum Beispiel mit der Landjugend, widmen.

Als gebürtiger Selmer kannten Sie Olfen ja schon ein bisschen, wie ist es denn jetzt nach der ersten Woche als neuer Pastoralreferent?

Reuter: Ich bin überall nett aufgenommen worden. Ich bin mir sicher, hier werde ich mich wohlfühlen.