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Pfarrer Emeritus Oskar Müller zu seinem 80. Geburtstag

Gedicht der Laudes-Leute

Heute ist unser ganzes Streben
aus Oskar Müllers Leben laut zu reden.
Achtzig Jahre sind es Wert,
dass man von ihm seinen Werdegang jetzt erfährt.
In genau achtzig Zeilen fassen wir das,
was auf dieses Blatt hier passt.
Der Psalmist, für seine Begriffe, es richtig sagt,
der Mensch wird 70, wenn es hoch kommt 80 Jahr.
Oskar Müller, und das ist wahr,
der wird dagegen sogar noch 100 Jahr.
Aus einem Land, das Ostpreußen heißt,
kam Oskar Müller im Februar 1945 einst angereist.
Verlassen musste er das schöne Liewenberg ( bei Königsberg )
und kam mit einigen Geschwistern an ein sicheres Ziel,
als das Deutsche Reich in Schutt und Asche fiel.
Die Flucht war nicht schön und nicht von feiner Art,
ein sicheres Schiff jedoch die Rettung war.
Oskar, damals schon sehr still und brav,
war grade erst mal 13 Jahr.
In Schleswig Holstein dann,
fing er ein neues Leben an.
Dort ging er auch in eine Lehre
und machte dem Schneiderhandwerk alle Ehre.
Das führte ihn schließlich nach Münster hin
und nach Kolping stand ihm längst der Sinn.
Ob er hier auch eine Freundin gehabt hat,
das wissen wir nicht,
aber menschlich wäre es sicherlich.
Er hörte jedoch immer noch einen ganz anderen Ruf,
der in ihm geheime neue Ideen schuf.
Dafür brauchte er auf jeden Fall auch das Latinum,
so ging er noch Bad Driburg aufs Clementinum.
Sechs Jahre währte diese schulische Tortur,
aber dafür gab es schließlich dann das Abitur.
Kurz um, wir rätseln jetzt nicht lange rum,
er fand danach den Weg zum Studium.
Studiert hat er in Münster und in Würzburg so gar,
und war Seminarist im Borromaeum, dem Priesterseminar.
Die heiligen Weihen zu seinem neuen Stand,
erhielt er 1966 dann aus Bischof Josefs Hirtenhand,
In Marl-Hamm, einem kleinen Ort,
setzte er als Kaplan seine Ideen jetzt fort.
Weitere Stationen in seinem Leben
sind erfolgreich Ahlen und Selm gewesen.
1974 dann, fing er als Pastor in Olfen an,
hier war er lange Jahre segensreich tätig,
was noch heute die dortige Gemeinde bestätigt.
Nach vielen arbeitsreichen und über 9234 Tagen
entließ die Gemeinde ihn mit 68 Jahren.
Er hatte dann nur noch in seinem Sinn:
Ich zieh mit meiner Schwester Elisabeth nach Coesfeld hin.
Maria Frieden war der Ort,
wo er ging 2000 als neuer Vikarius Kooperotor noch dort.
Diese Aufgabe nahm er dankend on
und kam in der Gemeinde bestens an.
Im Jahre zweitausendundsechse dann
hing er den Kooperntor an den Nagel dran.
Er war nun 75 Jahre alt und just
nannte man ihn jetzt nur noch Emeritus.
Wer glaubt der Ruhestand sei jetzt perfekt,
der hat bei ihm schon angeeckt.
Sein Bestreben immer ist:
Solange meine Füße nicht versagen,
werde ich mein Messgewand zum Altare tragen.
Auch Hobbys sind ihm nicht verwehrt,
man weiß, dass er gerne Fahrrad fährt.
Wandern tut er auch sehr gerne,
fährt dafür oft in die Ferne.
Stöbert hier und stöbert da
und sagt dann später: „Es war wunderbar.“
Theater, Kunst und vieles mehr
gehören ebenso zu seinem Flair.
Nun ist er achtzig, na was soll's.
Vielleicht ist er sogar auch ein bisschen stolz?
Hellsehen können wir zwar noch immer nicht,
aber neunzig wird er sicherlich.

Herzlichen Glückwunsch
Deine Laudes ( Lobgesänge ) Leute
E. Kortüm, A. Plugge, F. Reuter, B. Steenbreker, D. Wellenbrock