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Schulseelsorger an der Wolfhelmschule
Ein Zwischenruf von Martin Reuter, Schulseelsorger - erschienen in der Schülerzeitung "Spicker" an der Wolfhelmschule - Gesamtschule der Stadt Olfen, Ausgabe 4, Juni 2012

„Was wird aus mir einmal werden?“

 Eine Frage, die Du Dir sicherlich schon einmal gestellt hast: „Was wird aus mir werden?“

Oder: „Schaffe ich den Abschluss hier an der Schule?“, „Was mache ich nach der Schule?“, „Werde ich einmal eine Familie haben?“

Fragen, die sich nicht so leicht beantworten lassen. Klar, Deine Noten können Dir manches dazu sagen – aber ist das alles? Der Blick in die Zukunft ist schwierig. Neue Studien sagen, dass viele Jugendliche Angst vor der Zukunft haben: Vor Armut, vor Arbeitslosigkeit, vorm Alleinsein…. Sorgen, die verständlich sind. Doch sicher kann sich niemand sein, was die Zukunft bringt. Das Hier, das Heute das ist das Entscheidende, was die Zukunft beeinflussen kann.

In der Bibel wird öfter davon berichtet, dass Jesus darüber sprach, dass unsere Sorgen um Geld oder Reichtum oder Kleidung oder Essen nicht wirklich weiterhelfen. Er sagte:

„Macht euch keine Sorgen um euer Leben – was ihr essen oder trinken sollt. Oder um euren Körper – was ihr anziehen sollt. Ist das Leben nicht mehr als Essen und Trinken? Und ist der Körper nicht mehr als Kleidung? Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln keine Vorräte in Scheunen: Und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“ (Matthäus 6, 25f. – basisbibel.de/nt_32)

Klar, Sorgen sind nur allzu menschlich, sie gehören dazu. Sorgen um das Alltägliche wie Essen, Trinken, Kleidung also auch. Aber bringen sie uns weiter? Ich glaube, dass wir vertrauen dürfen. So meint es auch Jesus. Vertrauen darauf, dass das Leben gut verläuft – trotz aller Sorgen und Ängste. Vertrauen darauf, dass die Zukunft so wird, wie wir es uns erhoffen – trotz aller Rückschläge und Zweifel. Und wenn wir dann im Hier und Heute das tun, was wir für richtig halten, dann geht es in die richtige Richtung.

Vertraust Du?

Martin Reuter