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04.04.09 - Stadt und Kirche uneins Über Standort für neues Pfarrheim Öffentliche Sitzung im Bürgerhaus am 02.04.09 Weitere Gespräche über Verkehrsanbindung Ruhr Nachrichten
Olfen • Ein Streit zwischen Stadt und Kirche könnte den Bau des neuen Pfarrheims und Seniorenzentrums auf dem Gelände rund um die Pfarrkirche verzögern. Zwar war bereits ein städtebaulicher Wettbewerb zum Abschluss gebracht worden, an dessen Ende ein Modell vom Pfarrheim stand. Doch von diesem Modell hat die Kirchengemeinde zwischenzeitlich Abstand genommen. Der geplante Baukörper wurde verschoben; nicht ohne Folgen für die verkehrliche Anbindung, da die Zufahrtswege sehr schmal sein würden. "Die neue Variante lässt keinen Platz nach rechts und links", formulierte Bürgermeister Josef Himmelmann im Bauausschuss.
Die Stadt hatte im Zuge dessen ein Planungsbüro eingeschaltet, das eine städtebauliche Stellungnahme zu dieser neuen Variante vorgelegt hat. Hiernach ergibt sich, dass der neue Planentwurf der Kirchengemeinde nach alternativen Plätzen neu geprüft werden muss. Die Reaktion der Kirche hierauf dauerte nicht lange. In einen Schreiben an den Bürgermeister äußert das Bischöfliche Generalvikariat Verwunderung darüber, dass nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens ein Planungsbüro hinzugezogen worden war.
Auch der Argumentation des Planungsbüros folgte das Generalvikariat nicht. "Ich kann die Aufgeregtheit nicht verstehen", so Himmelmann zu diesem Brief. Man wolle einen vernünftigen Ausgleich aller Interessen erreichen, daher die Einschaltung des Planungsbüros. Jedoch sagte der Bürgermeister: "Hier kollidieren Einzelinteressen mit denen der Allgemeinheit. Es wäre auch "keine Gotteslästerung", so Himmelmann, wenn der Bürgermeister mal nicht einer Meinung mit der Kirche sei.
Konsens angestrebt
Der Bauausschuss stärkte einvernehmlich dem Bürgermeister den Rücken in dieser Angelegenheit. "Wir wollen den Standort optimieren. Die nun vorgeschlagene Lösung bedeutet keine gute verkehrliche Anbindung", so Christoph Kötter.
Nun sollen weitere Gespräche mit der Kirchengemeinde geführt werden, um doch noch zu einem Konsens zu kommen. "Ich bin mir sicher, wir werden ein gutes Ergebnis für alle Seiten herausbekommen", betonte der Bürgermeister. • mw
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