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barockes Messgewand, restauriert 2011Bassgeige, genannt nach der Form des Instrumentes2011 - Ostermessgewand zurück

Sabine Heitmeyer-Löns, Havixbeck, brachte am Donnerstag, 19.05.11, aus der Werkstatt für Textilrestaurierung das wohl aus dem 18. Jahrhundert stammende kostbare barocke Messgewand zurück.

Seit 2 ½ Jahren befand es sich in der Werkstatt und ist aufwändig überarbeitet worden. Das Messgewand stammt wahrscheinlich aus einem der vielen in der Säkularisation aufgelösten Klöster Westfalens. Auf welchem Weg es in unserer Pfarrgemeinde St. Vitus gelangt ist, konnte bisher nicht ermittelt werden.

Die Kasel, ein liturgisches Gewand, das ursprünglich den ganzen Körper umhüllte, enthält ein umfangreiches kostbar gestaltetes Bildprogramm, das auf die Passion Jesu hinweist.

Die überaus hochwertige, qualitätvolle Arbeit ist von unbekannten Künstlern geschaffen worden. Denkbar ist eine Klosterarbeit äußerst versierter Stickerinnen, die mit den kostbaren Materialien Seide und Goldfaden kunstvoll umzugehen verstanden. Das Gewand stellt nicht nur ein Glaubenszeugnis damaliger Zeit dar, sondern ist zugleich ein bewegendes Dokument für den Wert, den man in der Barockzeit dem liturgischen Geschehen, besonders der Heiligen Messe beimaß.

Ausstellung
Zusammen mit einem zum Teil aus Spendenmitteln vor Ostern angekauften neuen Ostermessgewandes aus der Werkstatt der Benediktinerinnen aus dem Kloster St. Hildegardis in der italienischsprachigen Schweiz sowie einer um 1900 aus kostbaren Materialien angefertigten rotfarbigen Segensstola, die ebenfalls aus dem Besitz der St. Vitus-Gemeinde stammt und restauriert wurde, wird das barocke Gewand nach den Heiligen Messen am Samstagabend und am Sonntagmorgen (21. + 22.05.11) im Chorraum von St. Vitus ausgestellt werden.

Pfr. Bernd de Baey