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2016 - Kirchensanierung abgeschlossen
Was im Jahre 2000/2001 mit vom Turm heruntergefallenen Dachziegeln begann, ist konsequent von außen nach innen und von oben nach unten umgesetzt worden: die Gesamt-Sanierung der Vitus-Kirche. Nun ist sie mit dem Wiedereinzug nach viermonatiger Innenrenovierung mit einem festlichen Gottesdienst beendet worden. Die Gemeinde hat wieder Besitz ergriffen von „ihrem“ Gotteshaus.

Taufstein und Taufbaum
Als erstes fällt der nun in der Mitte stehende Taufstein auf, der aus dem 15. Jahrhundert stammt. In der Nische im rechten Seitenschiff kam er nicht so zur Geltung wie es seiner theologischen und kunsthistorischen Bedeutung entsprochen hatte. Überdies verdeckten beim Taufgottesdienst meistens die Handelnden den meisten Mitfeiernden die Sicht. Deshalb war dem Pfarreirat und dem Kirchenvorstand seit langem klar, dass ein neuer, besserer Standort gefunden werden musste.

Nach langen Überlegungen (Vor die Sakristei? - Unter die Orgelbühne? - Auf Rollen?) kamen die Gremien schließlich zur Überzeugung, dass inmitten der Gemeinde der richtige Platz wäre, weil das
Sakrament der Taufe die Mitte unseres Christseins bildet. Den Bedenken, ob dann der Mittelgang nach vorne nicht zu schmal würde, begegnete man mit der Ausweitung des Ganges an dieser Stelle und war dann schnell bei der Schaffung eines Querganges, an dessen Enden die beiden nicht mehr genutzten Beichtstühle standen. Dort – so die weiteren Überlegungen – könne man doch den bisher an der Wand der Josefskapelle befindlichen Taufbaum anbringen. Aus diesen Überlegungen wurde dann bald der Wunsch formuliert, den Gedenkort für die Neugetauften künstlerisch gestalten zu lassen.

Totengedenkort
Und auf der anderen Seite?  Einen ihm entsprechend gestalteten Ort für das Totengedenken hinzufügen?
Entsprechend wurde der Wunsch dann dem Bistum vorgetragen und nach Genehmigung dann auch umgesetzt.
Der Taufstein wurde saniert, die Quergänge neu angelegt und der Autrrag zur Gestaltung der Tauf- und Totengedenkorte an die deutsch-niederländische Künstlerin Helga Kock am Brink vergeben.
Die Kreuzwegbilder und die Holzskulpturen wurden gereinigt und aufgearbeitet.

Innenanstrich + neue Beleuchtung
Der größte Einzelposten aber waren die Maler- und Gerüstbauarbeiten, die mehr als Zweidrittel der Gesamtkosten ausgemacht haben. Insgesamt war diese Maßnahme mit 523.500 € angesetzt. Dieser
Kostenrahmen konnte eingehalten werden, ebenso der Zeitrahmen vom 4. Juli bis zum 29. Oktober 2016.

Am diesem Tag wurde in der Vorabendmesse mit einem festlichen Gottesdienst die Vituskirche wiedereröffnet. Neben zahlreichen Gemeindemitgliedern nahmen auch die Mitarbeiter der beteiligten Firmen sowie Thorsten Melchert als Pfarrer der evangelischen Gemeinde an dieser Veranstaltung teil. Insbesondere die neue Position des Taufsteins und die neuen Möglichkeiten einer stimmungsvollen Beleuchtung wurden in den Kommentierungen der Gemeindemitglieder lobend erwähnt.

Pfr. Bernhard Lütkemöller