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Prof. Dr. Arnold AngenendtBischof Wolfhelms Schenkung

13.07.10 - Prof. Dr. Arnold Angenendt
Prof. Dr. Arnold Angenendt, emeritierter Kirchenhistoriker der Kath. Theologischen Fakultät der Universität Münster, hielt im Heimathaus einen Vortrag.

Für die Geschichte des Bistums Münster ist diese Ersterwähnung im Jahre 889 von besonderer Bedeutung. Stiftet doch Bischof Wolfhelm, der 6. Bischof von Münster, seinen elterlichen Besitz der Kirche von Münster bzw. dem Stift Essen-Werden, dem Begräbnisort des ersten Bischofs von Münster, Bischof Liudger. Auf den 20. Januar 889 ist diese Schenkungsurkunde datiert, die zugleich die urkundliche Ersterwähnung des Ortes Olfen sowie verschiedener anderer Orte wie Roxel, Selm, Sülsen, Buldern und Gievenbeck darstellt.

Bischof Wolfhelm hat für das Bistum Münster besondere Bedeutung, da er der erste Bischof ist, der auch aus dem Gebiet des Bistums stammt und damit als dem Stamm der Sachsen zugehöriger erster einheimischer Bischof gilt. Seine Vorgänger gelten als so genannte Missionsbischöfe, die allesamt aus schon vor längerer Zeit christianisierten Gebieten kamen.

Professor Angenendt geht in seinem Vortrag auf den Gründerbischof des Bistums ein. Sein Hauptaugenmerk wird er auf die Schenkung des Bischofs Wolfhelm richten.

Pastor Bernd de Baey hatte vor längerer Zeit seinen früheren Kirchengeschichtsprofessor angesprochen und angefragt, ob er sich der Geschichte der Ersterwähnung Olfens noch einmal annehmen könnte.